Trekking in Peru! Santa Cruz Trail

So, nachdem ich ja die Tage schon die Bilder hochgeladen habe, hier ein kleiner Bericht vom Santa Cruz Trail. 120$ haben wir gelöhnt für das Vergnügen und es war jeden Cent wert. Das ganze war eine 4 Tages- / 3 Nächte-Tour.

1. Tag:
Zunächst sind wir (Sandra, Gitti, ich und 4 andere) mit dem Bus von Huaraz aufgebrochen. Auf dem Weg kurz gefrühstückt (ca. 3€, WUCHER!), dann gings den Berg hoch. Achterbahnfahren ist ein Witz gegen den bestenfalls Feldweg. Aber na gut, das gehört zum Abenteuer wohl dazu. 2 Stunden später (angekündigt waren 5h): Ankunft in Cashapampa (2973m). Das Gepäck schnell auf den Esel geschmissen und los gings. Der erste Tag hatte es bereits in sich. „we will walk for 3 hours to the camping site. It’s flat“. 5 Stunden, 800 Höhenmeter und ca. 10km später waren wir endlich im Camp auf Das B Die nicht ganz exakten Zeit und Distanzangaben sollten uns in den nächsten Tage noch viel Freude bereiten. Aber schöne, unbefestigte Wege und super Aussichten haben es aber erträglich gemacht. Die Zelte waren auch schon aufgebaut und Teewasser auch schon gekocht. Abends dann noch richtig leckeres Essen und dann ab ins weder sonderlich bequeme noch warme Zelt. Bilanz: 5h, 10km und ca. 800m hoch.

2. Tag:
Weckzeit 5:30h. Ausschlafen ist was anderes, allerdings wars eh saukalt und unbequem. Da kann man auch mal früher aufstehen. Zur nächsten Station gings weiter bergauf. Nach extrem anstregenden 5h waren wir noch 2,5km vom Camp entfernt. Hier hatte ich nun die Wahl. Einen kleinen Umweg zu einem See und dann ins Camp oder direkt ins Camp. Eigentlich wollte ich mich auf den direkten Weg ins Camp machen, habe mich aber dann vom Guide überzeugen lassen, doch noch zum See zu gehen. „It’s only 2,5km and from the Lake it’s very close. 3km, not more. Only flat flat!“. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Der Weg zu den Seen hat ca. 2h gedauert und eigentlich ging es nur bergauf. Nochmal 2-300 Höhenmeter zusätzlich. Und der Rückweg dauerte ebenfalls nochmal 2h. Zwischendurch sollten es noch 30min sein, die sich dann aber als 90min herausstellten. Angepisst und total im Sack waren wir dann nach insgesamt 9h Trekking dann endlich im Camp auf 4200m Höhe. Tee, Essen, Schlafen.
Bilanz: 9h, 15km und ca. 800m hoch, 300m runter.

Und das hier ist angeblich der Berg aus dem „Paramount Pictures“ Vorspann:

3. Tag:
Obligatorisches Aufwecken um 5:30h, Sachen packen, frühstücken, Zähne putzen, losgehen. Der höchste Punkt stand auf dem Programm. Punta Union – 4750m. Die ersten 4h gings nur bergauf. Hinter jeder Kuppe hoffte ich den höchsten Punkt zu erreichen, aber nix da. Noch eine Kuppe, noch eine Kuppe, und so weiter. Dann endlich der erlösende Anblick. Schnell ein paar Fotos gemacht, kurz Luft geholt und runter gings. 1000m bis zum Camp auf 3700m. Auch hier haben sich die letzten 1-2h wieder ewig hingezogen. Bilanz: 8h, 13km und ca. 500m hoch, 1000m runter.

4. Tag:
Da wir um 13h vom Bus abgeholt werden sollte und nur ca. 7km mehr oder weniger flaches Gebiet anstand (dieses Mal wirklich!) war ausschlafen angesagt. Nachdem ich aber bereit um 20h oder so geschlafen habe (alle anderen übrigens auch) war ich auch am 4. Tag wieder super früh wach und habe mir den Sonnenaufgang angeschaut. Die 7km Weg waren mehr oder weniger easy.

Weniger lustig wars für unseren Guide. Mit unserem Bus kam eine neue Gruppe an. Allerdings ohne Guide, so dass unser Guide gleich nochmal los musste. Weitere 4 Tage ohne Dusche. YamYam! Die 5h Busfahrt (dieses mal wirklich 5h) hatten noch das ein oder andere Highlight zu bieten. Vom Endpunkt in ca. 3900m fuhren wir erstmal noch ca. 90min bergauf um dann die nächsten 4h bergab zu fahren. Super schmale Straßen, an den Seiten gehts mehrere hundert Meter bergab. Leitplanken und ähnliche Vorrichtungen gibts natürlich nicht. Dazu ein einmaliges Panorama. Leider kommt das auf den Bildern nicht so wirklich gut raus. Aber es war der Hammer.

Alles in allem super anstrengend aber auch richtig, richtig cool. Der nächste Trek steht auch schon an. Es geht per Salkantay Trek innerhalb von 5 Tagen von Cuzco nach Machu Picchu. Insgesamt 60km und ähnliche Höhenmeter wie der Santa Cruz Trail. Ich freu mich schon!

Alle Bilder vom Trekking gibts hier

In Peru, in Peru in den Anden

Long time no see. Viel passiert / erlebt in den letzten knapp 2 Wochen. Nach dem sensationellen Whale Watching bin ich über Guayaquil und Cuenca nach Peru rüber gefahren. Dort zunächst in die Partyhochburg Máncora, dann weiter mit zwei Nachtbussen nach Huaraz (mit einem kleinen Zwischenstopp in Trujillo). Aber der Reihe nach.

Guayaqui – größte Stadt Ecuadors

In Guayaquil hatte ich mit Elise meinen persönlichen Tourguide. Elise hatte ich in Canoa kennengelernt und sie hat mir zunächst 2 Tage lang die Stadt gezeigt, bevor wir dann für ein paar Tage nach Cuenca weiter gezogen sind.
Guayaquil ist nicht sonderlich schön oder berauschend. Ein paar schöne Gebäude, eine rundum renovierte Strandpromenade und ein nett anzusehendes Künstlerviertel. Hier mal ein paar Bilder.

Fazit: Nett aber nicht unbedingt einen weiteren Besuch wert. Trotzdem gibt es alle Bilder aus Guayaquil auf dropbox.

Kolonialstadt Cuenca

Im Vergleich zu Guayaquil war Cuenca eine wahre Augenweise. Super viele enge Gassen, schöne Häuser, unendlich viele Kirchen und und und. Von Cuenca aus sind wir dann auch noch nach Ingapirca gefahren, um uns die dortigen Inkaruinen anzuschauen. Auch sehr nett. Von Cuenca aus ist Elise wieder nach Guayaquil gefahren

Alle Bilder aus Cuenca (wirklich cool!) gibts hier

Partytown Máncora

Von Cuenca gings mit dem Bus (wie auch sonst) nach Peru. Witzige Fahrt mit traumhafter Kulisse, waghalsigen Überholmanövern, ätzendem Grenzübergang und einem Premiumplatz direkt neben der Bustoilette.


4 Tage habe ich insgesamt im Hostel Loki in Máncora verbracht und dabei Vollgas gegeben. Durchgehend gefeiert, gesoffen und Tischtennis gespielt. Nebenbei noch beide „Loki-Olympics“ gewonnen. Super anstrengend aber auch super witzig. Im Hostel habe ich auch zwei Mädels aus Österreich (Brigitte) und Holland (Sandra) getroffen, mit denen ich dann auch jetzt noch unterwegs bin. Bilder gibt es aus verständlichen Gründen hier nur eins vom Sonnenuntergang 🙂

Trujillo – Zwischenstopp auf dem Weg in die Berge
Mit dem Nachtbus aus Máncora sind wir dann so gegen 7h in Trujillo angekommen. Dort haben wir dann nach kurzer Diskussion beschlossen direkt mit dem Nachtbus weiter nach Huaraz zu fahren. Also Gepäck im Busbahnhof abgegeben und mit dem Taxi die historischen Stätte in dem Gebiet abgefahren. Nachdem der Taxifahrer keinen Plan hatte wo die Stätte „Huaca del Sol“ ist, hätten wir wissen sollen, dass es nicht so spektakulär ist. Oder mir fehlt einfach der kulturelle Blick. Wahrscheinlich ist es sehr ähnlich zu den Pyramiden in Ägypten. Millionen kleiner Steine zu einem großen Hügel aufgebaut wurden und im Laufe der Zeit von Sand überzogen sind.

Die zweite Stätte „Chan-Chan“ war aber schon ziemlich beeindruckend. Da hatte ich dann auch plötzlich wieder meinen kulturellen Blick:

Wahrscheinlich erkennt man nicht so viel auf den Bildern. Dem interessiertem Leser wird daher zur vertiefenden Behandlung auf die beiden entsprechenden Wikipedia-Artikel verwiesen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Chan_Chan
http://en.wikipedia.org/wiki/Huaca_del_Sol

Und jetzt gehts in die Berge!!!
Seit zwei Tagen sind wir nun in Huaraz. Huaraz ist der Ausgangspunkt für einen ganzen Haufen wunderbarer Trails. Samstag werden wir einen Tagestrail machen, „Lake69“, bevor es dann am Montag wahrscheinlich auf den 4-5 Tagestrail „Santa Cruz“ geht. Bin schon sehr gespannt.

Whale watching in Puerto Lopez

Nachdem ich mein Hostal räumen musste (ich berichtete) bin ich am Donnerstag nach Puerto Lopez gefahren. Für die knapp 200km musste ich 3x umsteigen und war insgesamt ca. 7h unterwegs. Ständig steigen irgendwo fliegende Händler ein, die einem vom Zaubertrank über Hühnersuppe bis hin zu Zahnbürsten jeden Mist verkaufen wollen. Das war an sich schon ein Abenteuer. Was dann aber kam war der Hammer.

Galapagos für Arme:
In Puerto Lopez habe ich eine Tour zur Isla de la Plata (auch „poor mans Galapagos“ genannt) gebucht.

Das war der absolute Hammer. Hier kommen auch jedes Jahr die Buckelwale vorbei um ihren Nachwuchs großzuziehen.

Wir hatten das Glück eine Mutter und ihr Junges beim Springen zu sehen. Super cool. Warum die Buckelwale aus dem Wasser springen weiß keiner wirklich. Es sieht aber auf jeden Fall hammermäßig aus.

 

Wahrscheinlich sind die Bilder an sich nicht so wirklich beeindruckend aber in „echt“ war das mit das faszinierendste was ich bisher gesehen habe.

Auf der Insel an sich gibt es dann nicht mehr so viel spektakuläres zu sehen. Hauptsächlich Blaufußtölpel, Rotfußtölpel und Aaßgeier mit Nachwuchs:

 
Weitere Fotos vom Whale watching und der Isla de la Plata

Morgen fahre ich dann weiter nach Cuenca und von dort dann in Richtung Peru.

Sonne, Strand, Surfen

Hola aus Canoa! Wo die Sonne immer scheint, das Wasser angenehme 28Grad hat und die Mädels leicht bekleidet am Strand flanieren. Okay, 2 von 3 Sachen waren gelogen. Die Sonne scheint sogar sehr selten und das Wasser ist zwar warm, hat aber vielleicht nur 25Grad.

Alle Fotos gibts wie immer auf hier: dropbox

Die letzte Woche habe ich mit viel chillen und Sport verbracht. Nach den 3 Wochen im doch ziemlich dreckigen Quito war ich fast jeden Morgen hier am Strand joggen. Herrlich! Surfunterricht habe ich hier auch genommen und nach 5h klappt es schon ziemlich gut. Auf dem Board stehen und geradeaus fahren klappt also schonmal ohne fremde Hilfe. Schwierig ist noch den richtigen Zeitpunkt bei den Wellen zu erwischen aber auch da bin ich zuversichtlich.

Spanisch habe ich die Tage ziemlich vernachlässigt. Allerdings reicht es aktuell schon um die wichtigsten Sachen zu sagen und ich denke der Rest kommt nach und nach.

Hier im Hostel hatte ich auch noch eine coole Gruppe Südamerikaner aus Quito kennengelernt mit denen ich dann ein wenig durch die Gegend gezogen bin. Waren unter anderem an einem total verlassenen Strand in der Nähe von Jama und danach auf einer Geburtstagfeier. Super cool. Leider wurde ich ziemlich zerstochen. Alleine an meinen Füßen habe ich ca. 20 Stiche. Und mein Rücken sieht noch schlimmer aus (aber da ists mit dem zählen schwieriger 🙂 )

Nächstes Wochenende ist langes Wochenende und mein Hostel versucht mit rechtzeitig zum Wochenende loszuwerden um das Vierbettzimmer welches ich alleine bewohne gewinnbringend los zu werden. Ich werde also am Donnerstag weiter ziehen, wahrscheinlich nach Puerto Lopez zum Whale Watching. Ich halte euch auf dem laufenden.

Hier noch ein Blick von meinem Zimmer aus auf Hängematte, Guacamole und das Meer. Was braucht man mehr??

Adios Quito, Hola Canoa

Nach drei Wochen in Quito geht es heute für mich per Bus an die Ecuadorianische Küste nach Canoa. Aber nicht ohne vorher noch von den letzten Tagen zu berichten.

Sie nannten ihn Jonas Messner
Unter der Leitung von Jonas „the Messner“ ging es am Donnerstag auf den Hausvulkan in Quito. Den knapp 5000m hohen Pichincha. Die Truppe bestand aus dem Italoamerikaner Fabio sowie dem Originalamerikaner Pedro und meiner Bergführerwenigkeit.
Mit einer 1,5h Verspätung (der Originalamerikaner wollte sich noch einen Sonnenhut kaufen) gings los.

Auch wenn es mir in meinem Bergsteigerherz weh tat, so wollten die beiden Amerikaner mit der Gondelbahn die erste Etappe überwinden. Mit Rücksicht auf deren konditionellen Defizite und dem straffen Zeitplan habe ich dem schweren Herzens zugestimmt. Also ab in die Gondel und in 4100m wieder raus. Hier gabs schon einen Hammerblick über Quito. Von da aus ging es auf den „approximately“ (ihr könnt euch denken was das in Südamerika bedeutet) 4km langen Weg zum Vulkan Pichincha. Ein super cooler Aufstieg. Leider waren wir nach 2,5h und gefühlten 20km immer noch nicht am Vulkan angekommen. Hier musste ich meine Kompetenz spielen lassen und die Besteigung abbrechen, da es bereits 1h später dunkel werden würde. So haben wir zwar den Vulkan nicht wirklich bestiegen, cool wars aber trotzdem. Hier ein paar Fotos:

Centro Historico bei Nacht
Gestern Abend waren wir dann nochmal in der Altstadt Quitos. In den kleinen Gassen und Hinterhöfen ist Abends richtig action. Überall Musik, tanzende Leute und natürlich Bier.

So, das wars aus Quito. In 3h gehts mit dem Bus nach Canoa. Dann gibts endlich Sonne, Meer und Strand.

Fotos wie immer hier: dropbox

Derbytime in Quito

Gestern waren wir beim Derby Deportivo Quito gegen Liga de Quito im altehrwührdigen Estadio Olímpico Atahualpa.

Das Stadion liegt auf ca. 3000m. Das ist einer der Gründe warum Ecuador es immer wieder zu großen Turnieren geschafft hat. Die Ecuadorianer sind im Gegensatz zu den Brasilianern oder den Argentiniern einfach an die Höhe gewöhnt und konditionell fitter. Inzwischen sind allerdings offizielle Länderspiele auf über 2500m verboten.

Besonders viel war nicht los. Angeblich nur ca. 3.000 Zuschauer.

Was aber bei Ticketpreisen von 8 – 30$ durchaus verständlich ist. Durchschnittslohn in Ecuador ist 290$ / Monat. Während wir uns brav die günstigsten Tickets gekauft haben, hat mein Gastvater mir seinem Sohn zusammen die teuersten Tickets geordert. Und ich dachte immer die müssten jeden Cent zweimal rumdrehen. So kann man sich täuschen.

Die Stimmung im Stadion war aber trotzdem ganz gut. Die Fangesänge sind irgendwie melodischer als bei uns daheim. Auf der Fotoseite habe ich auch ein Video von den Fangesängen hochgeladen.

Spielerisch war das Ganze dann eher keine Offenbarung. Ein 0:0 der schlechteren Sorte. Highlight war ein Fallrückzieher auf die Latte irgendwann kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Und auch die Stadionwurst sieht in Deutschland irgendwie besser aus.

 

Fotos und ein Video (wenn es denn dann mal endlich hochgeladen ist) gibt es hier: Dropbox

Vandellia cirrhosa oder …

… „Warum man besser nicht ins Wasser pinkeln sollte!“

Woche 2 in Quito. Ganz Quito ist von Bergen und Vulkanen umzingelt. Ganz Quito? Ja! Und das ist auch gut so. Das Wochenende haben wir  (Peter, sozusagen Klassenkamerad und ich) im „cloud forest“ in Mindo verbracht. Muy hermoso wie die Spanier sagen würden. Trekking durch den Wolkenwald inkl. Schluchtüberquerung in einer eher fragwürdigen Gondel standen Samstag auf dem Programm. Abends dann mit den Einheimischen das ein oder andere Gläschen Bier, Schnaps und Cocktails verhaftet.

         

Canopy durch den Wolkenwald
Sonntag dann noch das Highlight: Canopy durch den „Wolkenwald“. Das war echt krass. Am Karabinerhaken befestigt über Schluchten. Zwischendurch ein paar Stunts wie den „Buttefly“ im ersten Bild oder „Superman“ im zweiten Bild. Stilecht ausgeführt von Peter. Für mich gab es leichte Abzüge in der B-Note beim Butterfly.

      

Hier ein kleines Video: http://www.youtube.com/watch?v=TCLRHDMpo18War echt ein Hammerausflug. Kann ich nur empfehlen.

Hobbit Jonas in Mittelerde:
Letzten Freitag war ich dann auch noch am Äquator. Ich dachte das gehört zum kulturellen Muss wenn man schon mal in Ecuador ist.

In einer Art Museum wurde einem sehr anschaulich der Einfluss der Corioliskraft dargestellt. Sprich in welche Richtung dreht sich das Wasser auf der Nord- bzw. Südhalbkugel, ist man leicher am Ecuador, usw. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen, das Wasser dreht sich in unterschiedliche Richtungen. Ist mir egal, dass Sat1 etwas anderes behauptet (Link). Einen sehr wichtigen Rat gabs auch noch für alle Männer. Nie, nie, nie in den Amazonas pinkeln. Stichwort „Penisfisch“

   

Die nächsten Tage sind ziemlich verplant. Morgen gehts nach der Schule erst in den Park und danach ins Kino. Mittwoch gehts zum Fußball. Mein Gastvater behauptet steif und fest sein Team würde am Mittwoch Abend in der südamerikanischen Champions League gegen ein Team aus Peru spielen. Allerdings konnte ich nirgendwo etwas dazu finden. So wie ich das auf den Webseiten sehen kann, spielt sein Team noch nicht mal im „Copa Libertados“ diese Saison. Aber dafür wäre laut meiner Info am Mittwoch das Derby in Quito. Wäre auch okay. Donnerstag wollen wir dann auf einen der Vulkane hier steigen. Bis auf 5000m. Bin mal gespannt ob wir das schaffen. Und am Wochenende werde ich denke ich nochmal einen Ausflug ins Umland machen. Vielleicht nach Baños. Mal schauen.

Montag oder Dienstag nächste Woche gehts dann wahrscheinlich an die Küste nach Canoa. Nochmal in eine Spanischschule und surfen lernen 🙂

Weitere Bilder aus Mindo und Ecuador gibt es wie immer hier

Die ersten Tage in Quito

Nach geschlagenen 20h Reisezeit bin ich Donnerstag morgen um 1h (8h dt. Zeit) in Quito angekommen. Zunächst mit Condor nach San Juan in Puerto Rico, dann mit Copa Airlines zunächst nach Panama um dann nach QUito weiter zu fliegen. Die Einreise nach Ecuador hat dann nochmal ewig gedauert. Erst eine Stunde an der Passkontrolle angestanden und dann nochmal genau so lange an der Gepäckkontrolle. Und das um 1h morgens. Ätzend. Dagegen ist die Einreise in die USA schnell und unkompliziert! Schön war das auch für meine Gastfamilie. Die haben die 2h draußen in der Ankunftshalle gestanden und auf mich gewartet.

Meine Gastfamilie
Ich glaube mit der Gastfamilie habe ich es echt gut erwischt. Blanca und Carlos sind locker drauf und bemüht uns beim Spanisch lernen zu helfen. Beide sprechen selbst kaum Englisch (obwohl wir vermuten, dass Carlos richtig gut englisch spricht, es aber nicht macht der Sack). Dafür wiederholen sie alles 10x auf Spanisch, bis man es wirklich verstanden hat (oder so tut als hätte man es verstanden).

Wir wohnen in Mariscal, einem ziemlich guten Stadtteil von Quito. Direkt hinter dem Haus ist zum Beispiel der Wohnsitz des amerikanischen Botschafters. Alles safe also. Hier mal ein Blick von meinem Balkon aus:
Blick von meinem Balkon aus

Quito – dünne Luft und Abgase
Echt heftig ist die Höhenluft. Quito liegt auf ca. 3000m und die Stadt ist extrem hügelig. Bergauf kommt man da echt schnell ins schnaufen. Die (natürlich alle mit G-Kat ausgerüsteten) 20 Jahre alten Busse und andere Drecksschleudern tun ihr übriges. Da wird das günstige und bequeme Taxi schnell zu Alternative. Aber wie gesagt, andere zahlen viel Geld für so ein Höhentrainingslager. Dafür hat es hier den ganzen Tag so ca. 20° und Sonnenschein. Das ist die positive Seite.

Die spinnen die Ecuadorianer
Ein paar skurile Sachen habe ich auch schon erlebt. Auf der Suche nach einem Cafe zum Frühstücken bin ich erstmal in ein Leichenschauhaus gelaufen. Da lagen dann so ca. 10 Leichen auf Tischen aufgebahrt und die Angehörigen standen drum rum. Hunger hatte ich dann erstmal keinen mehr. Mittags wollte ich dann lecker Quesadilla essen. Für 75ct das Stück dachte ich, ich könnte mir ruhig mal 3 Quesadilla gönnen. Leider haben die Quesadillas hier nicht mit dem gemeinsam was wir von daheim kennen. Quesadilla ist hier ein süßes Gebäck mit Käsa gefüllt. Auch eher gewöhnungsbedürftig. Generell sieht man hier so viele Sachen, die in Deutschland einfach unvorstellbar wären. 8 Leute in einem Golf, freilaufende Kühe und Schweine, ein absolut chaotischer Straßenverkehr,… Ich mache die Tage mal ein paar Bilder was da so alles passiert.

Wochenendtrip nach Otavalo
Am Wochenende waren wir (2 weitere Sprachschüler und ich) dann in Otavalo, eine kleine Stadt ca. 60km nördlich von Quito. Otavalo ist umrahmt von 4 Vulkanen was wirklich ein cooler Anblick ist (einen sieht man auf dem Bild mit den Lamas). Eigentlich ist die Stadt ziemlich verschlafen, Samstags ist allerdings immer großer Markttag. Die ganze Stadt ist dann ein einziger Markt. Textilmarkt, Handwerksmarkt und Tiermarkt. Besonders der Tiermarkt hat es in sich. Da verkaufen die Leute wirklich alles an Tieren was man sich vorstellen kann. Katzen, Hühner, Hunde, Lamas, Kühe, Schweine, Ziegen, Hähne, Kaninchen,…

Händler auf dem Weg zum mercado animalesMercado animalesStreunender HundLamas auf dem mercado animalesMercado animalesMercado animales

Mittags haben wir uns dann das „Grand Final“ der einheimischen Fußballliga im „Estadio Municipal Otavalo“ angeschaut. So ein Grottenkick habe ich selbst in Crumstadt auf dem Sportplatz noch nicht gesehen. Witzig war es aber trotzdem. Wir waren die einzigen die ein wenig Stimmung gemacht haben. Bier gabs auch, was will man also mehr. Gibt das eigentlich einen Länderpunkt?? (http://de.wikipedia.org/wiki/Groundhopping)

Panorame Estadio Municipal Otavalo   Spielankündigungsplakat "grand final"

Heute habe ich den ersten Tag an der Sprachschule. Mal sehen was das wird. Ich habe täglich 4h Unterricht am vormittag und den nachmittag dann frei. Ganz in der Nähe hier gibt es eine Kletterschule. Die werde ich mir dann heute mal anschauen. Die nächsten Tage lade ich dann nochmal ein paar Bilder hoch.

PS: Bender war auch am Start
Bender war auch am Start

Tallinn, für jeden etwas dabei!

Tallinn war die schönste der drei baltischen Haupstädte. Schöne Altstadt, nette Leute und ein paar echt schöne Strände innerhalb von 3km ums Zentrum rum. Insgesamt auch sehr grün, wie man auf den Fotos erkennen kann. Und der Flughafen ist auch max. 5km von der Altstadt entfernt. Einzig die Preise sind mehr oder weniger auf deutschem Niveau, was nicht so schön ist. Da ich aber bei einer Freundin übernachten konnte (DANKE ANNIKA!!), wars doch ziemlich günstig für mich. Insgesamt also absolut sehenswert und lohnend!

Und wie oben angekündigt gibts in Tallinn für jeden was:

Für die Jungs:

(Echt nett in Tallinn)

Für die Altstadtliebhaber:

(Echt schön!)

Für Freunde der neueren Bauweise:

(Man nennt das erste auch „die Spinne“)

Für die Fans des sowjetischen Baustils:


(Nein, das ist nicht Ostdeutschland!)

Für Kleinwüchsige:

Für Ex-Kollegen:

(Grüße nach Köln Nord, in Tallinn ist Tele2 direkt im Zentrum!)

Sogar für die handvoll Bayer Leverkusen Fans:

(50% der Bayer Leverkusen Fanbasis waren am Wochenende in Tallinn)

Für Spaßvögel:

(Witzig!)

Für Strandurlauber:

(Die Bilder der Bikinimädels musste ich auf drängen der örtlichen Polizei löschen, sie wären aber eh unter „Für die Jungs zu finden gewesen)

Für Nerds und Optiker:

(Die Nerds werdens kapieren)

Für Webnerds:

(Bus not found?)

Und natürlich auch was für die Mädels:

(Ja, ich war beim Frisör)

In diesem Sinne mache ich mich jetzt auf den Weg zurück nach Frankfurt um morgen nach Ecuador durchzustarten. Habe grade gesehen, dass die Sprachschule auf 2885m liegt. Die Kenianer können sich also schon mal warm anziehen, wenn ich aus dem Höhentrainingslager zurück bin werden die Langstreckenweltrekorde nur so purzeln!

Alle Bilder gibts wie immer hier:
https://www.dropbox.com/sh/ilqcc62fcfr2by4/IObdIiucYL

Betrunkene und kleine Kinder…

Nach der sehr relaxten Woche in Norwegen waren die letzten Tage in Vilnius und Riga eher anstrengend.

Party in Vilnius
In Vilnius hat mich mein Bruder besucht. Da ich ich es irgendwie verpeilt habe, hatte ich ihn schon für den 19. nach Vilnius „beordert“, ich selbst kam aber erst am 20. gg. Mittag an.
Naja, so hatten wir immerhin noch 1 Tag den wir gemeinsam verbringen konnten. Den Abend haben wir dann auch intensivst zum Feiern genutzt. Am nächsten Tag kam dann ein Junggesellenabschied aus England im Hostel an. Aus meinem Plan einen lockeren Abend zu machen, wurde also wieder nix. Dafür war es ein echt witziger, feuchtfröhlicher Abend.

Beer

Gegen nachmittag habe ich es dann auch geschafft mir die Stadt ein wenig anzuschauen. Klein und nett würde ich es mal nennen. Cool ist, dass echt wenige Touristen den weg nach Vilnius finden. So bekommt man noch ein bissel was von der Stadt mit und läuft nicht nur durch Souvenirstände.

Dorm-Room mit Weckservice
Samstag gg. Nachmittag sollte es dann nach Riga weiter gehen. Trotz Party bis halb 6 (und einigen Bierchen zuviel) habe ich mich dann aber doch entschlossen den Bus um 9:30h zu nehmen. Und das kam so:
Der dreckige Ire im Bett über mir war in seinem vollen Kopf zu faul auf die Toilette zu gehen. Und so wurde ich sanft von Wasserplätschern (geiles Wort) geweckt. Da liegt der Babbsack im Bett auf der Seite, sein Dödel hängt aus der Boxershorts raus und der pisst im weiten Bogen auf den Boden. Eine halbe Stunde später (ich bin inzwischen auf die Couch im Wohnzimmer geflüchtet) kommt der Ire ins Wohnzimmer und fragt mich warum ich schon wach sei. „Well, some drunk stupid idiot in the bed above me thought it was a good idea to piss himself“ – „Oh, that was me, sorry. If you like, i’ll buy you breakfast, sorry!“ Das war dann doch zuviel.

Party in Riga
In Riga war dann nochmal der Plan einen ruhigen Abend zu machen. Das ganze ging dann aber bis kurz nach dem Check-in im Hostel gut. Das gratis Willkommensbier war dann doch zu verlockend um den sich andeuteten Kater zu überwinden. Die 4 Tage in Riga sind schnell beschrieben. Schlafen, essen gehen, Stadttour, happy hour, Pubcrawl, schlafen. Aber echt ein cooles Hostel mit netten, lustigen Leuten. Und nicht nur Säufer. Es war zum Beispiel auch ein Ami dabei, der mit dem Fahrrad durch Europa tourt. Für 2 Jahre! Auch ne coole Sache. Hm, wenn ich recht überlege, war das der einzige, der nicht gesoffen hat.

Estonias Summer-Capital Pärnu
Um überhaupt nicht mehr in Versuchung zu kommen, habe ich vor der Weiterfahrt nach Tallinn jetzt noch eine 2-Tagestour nach Pärnu eingelegt. Pärnu nennt sich selbst „Summer Capital of Estonia“ und tatsächlich wird zum Sommerbeginn der Hauptstadttitel vom Bürgermeister Tallinns in einer Zeremonie and den Bürgermeister Pärnus übergeben. Hier gibt es wirklich nicht viel zu tun außer zu relaxen. Die Einkaufsstraße ist ca. 80m lang und das absolute Highlight ist der Esprit Store. Dazu gibt es noch einige Spas, in denen sich die Russen daneben benehmen. Erholung ist da nicht wirklich. In der Sauna läuft laut das Radio, zwischen 17-19h ist happy hour (2x 0,5l Dosenbier für 1,50€, inkl. Plastikbecher um das Bier in der Sauna zu trinken). Einen Strand gibts auch, zum Baden ist es dann aber doch zu kalt. So, und jetzt sitze ich im einzigen Pub der noch auf hat, „Sweet Rosie“ und warte darauf, dass die Deutschen den Italienern den Arsch versohlen.

Bilder wieder hier: https://www.dropbox.com/sh/ilqcc62fcfr2by4/IObdIiucYL