Besuch bei Fitz Roy

Mit ein wenig Verspätung folgen in den nächsten Tagen die Berichte aus El Chalten, Buenos Aires und Iguazu. Hier schon mal der Bericht aus El Chalten.

Nach meinem Hammertrip in Torres del Paines hatte ich mal wieder Lust auf Argentinien. Und so fuhr ich mit dem Bus nach El Calafate. Ich glaube die Hälfte meines Reisepasses ist inzwischen mit Stempeln aus Argentinien und Chile zugepflastert, aber gut, zurück zum Thema.

In El Calafate kann man einen von weltweit zwei noch wachsenden Gletschern besuchen. Da ich aber schon einen Gletscher während meiner Trekkingtour in Chile gesehen habe und der Periot Moreno auf den Bildern genau so aussah, habe ich darauf verzichtet. Auch weil der Spaß wieder mindestens 50€ gekostet hätte bzw. mindestens 100€ wenn ich auch noch über den Gletscher hätte laufen wollen oder mit einem Boot näher ranfahren wollen.

Stattdessen bin ich am nächsten Tag weiter nach El Chalten gefahren. El Chalten ist eine kleines Dorf, das es erst seit 20 Jahren oder so gibt. Laut Reiseführer hat Argentinien das Dorf aus dem Boden gestampft um eine Grenzstreitigkeit mit Chile auf diese Art zu „lösen“. Außer Trekking und Klettern (dazu später mehr) kann man in El Chalten nicht viel machen. Das allerdings sehr gut.

Die Treks waren auch wieder super schön und das Fitz Roy massiv ist schon beeindruckend. Irgendwie war ich aber wahrscheinlich noch von den Eindrücken in Chile überwältigt, so dass ich es zwar schön aber nicht irgendwie besonders fand. Nachdem ich mir aber die Bilder nochmal angeschaut habe ist es doch ziemlich hammermäßig:

Am letzten Tag war ich dann mit Cullam, einem Neuseeländer dem ich im Bus nach El Calafate getroffen habe, noch klettern. Cullam ist leidenschaftlicher Kletterer und hat mich und Lisa, eine Holländerin aus Utrecht zu einer kleinen Übungsstunde mitgenommen. Das Klettern hat Riesenspaß gemacht und ist mit Sicherheit etwas, was ich wieder machen werde. Leider hat um so länger es dauert meine Kraft nachgelassen und mein Mut zugenommmen so dass ich mit müden Armen dachte ich könnte den Gipfel (auf 4m oder so) noch erreichen. Dem war wohl nicht mehr so und ich bin mehr oder weniger kontrolliert abgestiegen. Das letzte Stück habe ich mich dann fallen lassen. Leider war der Boden nicht eben sondern ich bin auf einem kleinen Felsen gelandet. Resultat war eine super dicke Fußsohle, die mich die nächsten Tage am normalen laufen hinderte.

Alle Bilder wie immer auf der Dropbox:
https://www.dropbox.com/sh/ilqcc62fcfr2by4/kNNYOY9Xni/S%C3%BCdamerika/Argentinien/09%20-%20El%20Chalten

Torres del Paine – „W“-Trek

Nach Bariloche ging es mit einem kurzen Zwischenstopp nochmal in Puerto Varas mit dem Flieger nach Puerto Natales, ca. 1300km weiter südlich im tiefsten Patagonien. Da mit ein paar Reisende gesagt haben da unten wären die Lebensmittel super teuer (weil nur Touristen da hin gehen und es so abgelegen wäre) habe ich mich noch in Puerto Varas mit Lebensmittel für meinen Trek eindecken wollen. Man braucht schließlich so einiges für 5 Tage Trekking und mir stand die erste Tour als Selbstversorger bevor. Leider habe ich im Supermarkt so lange gebraucht, dass ich meinen Bus zum Flughafen verpasst habe und mit dem Taxi fahren musste. Was mich mal grade so 20€ gekostet hat. Statt 1,5€ mit dem Bus. Und er Clou war am Ende, dass in Puerto Natales ein riesiger Supermarkt aufgemacht hat, wo ich die selben Sachen zum selben Preis bekommen hätte. Ohne Stress, Schlepperei und Bus verpassen. Naja, das sind so die kleinen Learnings die man macht.

Ich war abends um 20h in Puerto Natales und habe mich sofort über die Route, An- und Abfahrt usw. informiert, so dass ich am nächsten Tag gleich starten konnte. Zuvor allerdings noch bis ca. 1h Rucksack gepackt. Eine logistische Herausforderung alles so unterzubringen, dass es wind- und regengeschützt ist. Am Ende wog mein Rucksack knappe 20kg. Das ist echt schon schwer. Aber na gut, es hilft ja alles nix. Und so sieht das ganze vom Eingang des Nationalparks aus:

Panorama Torres del Paine vom Eingang des Nationalparks aus

Tag 1: Junge, ist das anstrengend
Um 7:30h gings 2h mit dem Bus bis in den Nationalpark. Am Eingang fix den Eintritt (18000 Pesos) bezahlt und los gings. Sonnenschein, schöne Wege, alles perfekt. Nach 30min und vielleicht 2km war ich allerdings schon so fix und fertig, dass ich ziemlich unsicher war, ob ich die gesamte Strecke (immerhin 80km) wirklich durchhalten kann.

Drei Stunden später war ich im ersten Camp angekommen. Total fertig schnell das Zelt aufgebaut und erstmal 2h Siesta gemacht. Aber länger schlafen war nicht. Vom Zeltplatz gings nochmal 1h den Berg hoch zum Aussichtspunkt „las Torres“. Ziemlich anstrengend nochmal, aber es hat sich gelohnt:

Zum Abschluss des ersten Tages hatte ich dann noch eine Begegnung mit einem Puma. Super coole Sache. Die sind super scheu und ich hatte echt Glück. Ich saß in der Nähe des Campingplatzes um einen Blick auf die Torres del Paine bei Sonnenuntergang zu werfen. Da kam der Kollege einfach vorbeigelaufen, blieb so 10m von mir entfernt stehn, schaute mich fragend an und hat sich dann doch entschieden weiter zu laufen. Leider war ich nicht schnell genug meine Kamera zu zücken (wahrscheinlich hätte ich mir eh besser einen Stock zur Verteidigung gesucht), so dass es keine Bilder davon gibt.

Tag 2: lockere 23km
Nach einer sternenklaren aber bitterkalten Nacht bin ich richtig früh aufgewacht. An schlafen war auf Grund der Kälte nicht mehr wirklich zu denken. Also habe ich meine Sachen gepackt und bin los. Nach dem gestrigen Marsch war ich mir eh nicht sicher wie lange ich wirklich für die Strecke brauchen werde. Und so dachte ich, ich gehe lieber ein wenig früher los. An dem Tag habe ich so ziemlich alles erlebt was man an Wetter erleben kann. Regen, Hagel, Schnee, Sturm, Sonnenschein, einfach alles. Der Weg führte die meiste Zeit durch dichte Wälder oder am Waldrand mit Blick auf den See entlang. Superschön. Und erstaunlicherweise lief das Laufen wesentlich besser am Tag zuvor. Zum einen hatte ich schon den Rucksack um ca. 2kg erleichert (Essen und meine 1,5l Flasche Wasser habe ich nicht mehr befüllt), zum anderen hatte sich mein Körper wahrscheinlich damit abgefunden was tun zu müssen die nächsten Tage. Trinkwasser gabs direkt aus den kleinen Flüssen die vom Gletscher aus Richtung See führten. Hervorragend. Am Zeltplatz war ich dann der erste für den Tag und konnte mir meinen Platz aussuchen.

Tag 3: Entspannte Wanderung ohne Rucksack:
Am dritten Tag habe ich Zelt und meine ganzen Sachen auf dem Zeltplatz gelassen und bin vom Campamento Italiano durch das Valle del Frances zum Campamento Britanico gelaufen. Kleine Europatour also. Da ich wieder für wach war war ich der erste auf dem Weg nach oben. Insgesamt ca. 1000 Höhenmeter. Erschwert wurde das ganze durch heftigsten Wind (ich bin 2x tatsächlich von den Füßen geweht worden) und dem Schnee von letzter Nacht. Durch den Schnee konnte man den Trek nicht mehr wirklich erkennen. Ich musst mich an roten Punkten auf den Bäumen orientieren, was nicht immer wirklich einfach war. So habe ich mich das ein oder andere Mal im Kreis gedreht, es aber am Ende doch zum Aussichtspunkt geschafft. Sehr mystisch alles. Die Berge hinter Nebelbahnen verdeckt. Trotzdem wunderschön.

Auf dem Rückweg dann eine fabelhafte Aussicht auf den See:

Tag 4: Letzten Kräfte mobilisieren
Der 4. Tag war nochmal richtig lang. Nochmal ca. 23km bis zum nächsten Campingplatz. Es wären zwar auch noch andere Campingplätze als Zwischenstopp möglich gewesen aber die hätte man bezahlen müssen und das wollte ich möglichst vermeiden.
Das Wetter war wieder hervorragend so dass ich auch zum ersten Mal richtig sehen konnte, was gestern nur hinter den Nebelschwaden zu erahnen war. Dafür war es aber nochmal richtig richtig windig. Und die letzten 2km zum Campingplatz gings auch nochmal steil bergauf. Mit Abstand das schwierigste, steilste aber auch schönste Stück auf dem ganzen Trek. Der Campingplatz war direkt in der Nähe eines Gletschers mit einem super Aussichtspunkt:

Und einen hammerschönen Sonnenuntergang:

Tag 5: Zurück in die Zivilisation
Am 5. Tag ging es denselben Weg vom vierten Tag wieder zurück. Allerdings nur ca. 2/3 der Strecke. Von da dann aus mit dem Boot und Bus wieder zurück nach Puerto Natales. Endlich wieder in der Zivilisation. Die erste Dusche nach 5 Tage. Und zum ersten Mal wirklich raus aus den Trekkingklamotten. Fabelhaftes Gefühl. Die Mädels in der Wäscherei werden sich auch sehr über meine Wäsche gefreut haben.
Alles in allem ein super Trip, der richtig Spaß gemacht hat.
Allerdings tun mir auch heute, 2 Tage nach dem Trip, noch die Beine weh. Jetzt habe ich aber erstmal ein wenig Zeit zum erholen. Am Montag gehts dann weiter nach Buenos Aires.

Alle Bilder vom Trekking gibt es hier: Dropbox – Torres del Paine
Ich habe dieses mal auch ein kleines Video gemacht für alle englischsprachigen Leute die ich so auf der Reise oder davor kennengelernt habe.
Das Video findet ihr hier: https://www.facebook.com/video/video.php?v=203268126476136

Ab in die Seenlandschaft!

Seit meinem letzten Bericht habe ich einiges erlebt. Von Santiago aus ging es mit dem Nachtbus (übertrieben teuer, 50€ oder so weil ich super spät erst gebucht habe) nach Puerto Varas. Nettes kleines Städtchen mit einem großen Anteil deutschstämmiger Bevölkerung. Überall sieht man hier Sachen, die einen an Deutschland erinnern. Sei es der Deutsch / Chilenische Verein, deutsche Lebensmittel (lecker Schokolade) oder Feuerwehrautos auf denen auch wirklich „Feuerwehr“ steht. Ich war in einem super netten Hostal namens „Compass del Sur“ mit einem schönen Kamin im Wohnzimmer. Sehr relaxt.

Von Puerto Varas bin ich dann für 4 Tage nach Bariloche auf die argentinische Seite der Seenlandschaft gefahren. Unglaublich schöne Landschaft da. Ich war einen Tag biken auf dem Circuito Chico und habe mich mit Rafa getroffen. Einem Uruguayer, den ich in Peru kennengelernt hatte. Gemeinsam haben wir dann noch einen 2-Tagestrek zum Refugio Grey gemacht. Alles sehr schön. Hier mal die Highlights:

Weitere Bilder wie immer hier: Dropbox – Bariloche

Von Cordoba nach Valparaiso

Kurzes Update und ein paar Bilder aus Cordoba, Mendoza und Valparaiso

Die Schmach von Cordoba
Cordoba war wieder einmal eine „nette“ Stadt. Nichts weltbewegendes aber viele alte Kolonialgebäude, alle sehr entspannt und auch das Hostal war sehr entspannt mit coolen Leuten. Leider habe ich meine Gewürzsammlung dort vergessen (das schmerzt sehr!!). VOn daher ein leicht negativer Eindruck. Das Stadion habe ich mir aus naheliegenden Gründen nicht angeschaut.

Von Cordoba aus habe ich einen Tagesausflug nach Alta Gracia gemacht. Dem Ort, in dem Che Guevara aufgewachsen ist, was mit einem kleinen Museum gewürdigt wird. Erst waren mir 15€ Eintritt zuviel, als die netten Damen mich dann als Student für 8€ durchgewunken haben, bin ich dann doch rein. Und ich habe es nicht bereut. Super interessant das ganze Leben von Che Guevara zu sehen. Besonders inspirierend waren die Briefe, die Che an bspw. Fidel Castro oder seiner Familie geschrieben hat. Voller Leidenschaft und dem absoluten Willen für die Unterdrückten zu kämpfen. Sehr beeindrucken. Schön waren auch ein paar Bilder aus dem Familienalbum. Man kennt Che ja eigentlich immer nur in Kampfuniform.

Weintour in Mendoza
In Mendoza kann man eigentlich außer weintrinken, Steak essen und im Park abhängen nicht viel machen. Was ich dann natürlich auch gemacht habe. Eine Bike- / Weintour durch die verschiedenen Weingüter (selbstverständlich mit Verköstigung!!). Abends dann erst all you can eat Grillbüffett und dann noch bis 5h morgens feiern. Um 5h fängt zwar hier die Party eigentlich erst an, ich war aber vom vielen Wein bereits so geschädigt, dass ich dann nach Hause bin. Und den nächsten Tag dann abhängen im (zugegebenermaßen sehr schönen) Park. Auch Mendoza ist eine sehr schöne Stadt mit breiten Alleen.

Und dann am nächsten Morgen mit dem Bus über die Anden. Super Landschaft, sehr schön anzusehen.

Valparaiso
Valparaiso ist eine weitere sehr schöne Stadt. Direkt am Meer gelegen und trotzdem ziemlich hügelig. Der deutsche Einfluss ist doch ziemlich deutlich zu erkennen (unter anderem an den Feuerwehrautos). Mit vielen kleinen Seilbahnen um den faulen Chilenen das Treppensteigen zu ersparen. Jetzt gehts gleich weiter nach Santiago. Das ist dann erstmal die letzte Stadt (Ich habe jetzt grade echt genug von Städten). Danach gehts ab in die Natur. Trekking in Puerto Varas (Chile), Bariloche (Arg), El Chalten (Arg) und Torres del Paine (Chile). Und dann ans Ende der Welt. Aber dazu später mehr.

Hier gibts weitere Bilder:
– Cordoba
– Alta Gracia
– Mendoza
– Andenüberquerung
– Valparaiso

Länderhopping deluxe

Mit einem kurzen Abstecher nach Chile bin ich inzwischen in Argentinien gelandet. Genauer gesagt in Cafayate. Zunächst gings aber mal von La Paz nach Uyuni, dem Ausgangspunkt für die Salzwüstentour.

Unendliche Weiten in der Salzwüste
3 Tage Salzwüste „Salar de Uyuni“. Mit dabei waren drei Irinnen, ein Australier, ein Ösi und unser bolivianischer Führer Diego. Diego war allerdings sehr wortkarg. Außer „okay amigos“ ist mir nix in Erinnerung geblieben. Krass wieviele unterschiedliche Landschaften, Sehenwürdigkeiten man in kürzester Zeit und auf engstem Raum erleben kann. Der Trip war auf jeden Fall was besonderes, ein Highlight der Reise bisher. Ein Zugfriedhof, eine überirdische Koralleninsel,, die scheinbar unendlichen Weiten der Salzwüste, Geysire, verschiedenfarbige Lagunen, etliche Vulkane, witzige Tiere, Sandgesteinwelten,… Hier mal ein paar Bilder. Mehr gibts hier: Dropbox – Salt Flats Tour.

San Pedro de Atacama und Luna Valley
Am dritten Tag sind wir dann in San Pedro de Atacama, Chile angekommen. Unglaublich wie viel weiter entwickelt Chile gegenüber Bolivien ist. Wäre es nicht super warm gewesen und die Sonne hätte nicht geschienen, hätte man fast meinen können man wäre in Deutschland. Nothaltebuchten für LKWs, Geteerte Straßen,… Krasses Kontrastprogramm zu Bolivien.

In San Pedro haben wir (die drei Irinnen und ich) ziemlich gechillt. Witzig ist, dass in San Pedro nach 1h nur in Bars / Clubs gefeiert werden darf, die von Bewohner San Pedros betrieben werden. So ging um 1h plötzlich die Musik aus und alle mussten sich an die Tische setzen. Minuten später kam dann die Polizei rein um zu schauen ob denn in der Bar gediegen gegessen oder vielleicht doch gefeiert wird. Obwohl wir unser bestes gegeben hatten gesittet auszusehen wurde der Laden für den Abend dicht gemacht.
Eine super Tour haben wir noch per Fahrrad gemacht. Valle de la Luna war wirklich einen Ausflug wert. Auch wenn die Bikes eher mittelmäßig waren und nicht wirklich vertrauenserweckend hatten wir doch einen Heidenspaß. Biken, durch Höhlen krabbeln, kleines Picknick und dann wieder bergab nach San Pedro de Atacama. Sehr cool.

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Weiter nach Argentinien
Das dritte Land in 3 Tagen. So wird der Reisepass ruckzuck voll. Nach 10h Fahrt sind wir gegen Abend in Salta angekommen. Nachtbus wäre mir zwar eigentlich lieber gewesen aber so konnten wir uns die wunderschöne Landschaft im Nordwesten Argentiniens anschauen. Auch nicht schlecht.
Salta könnte auch wirklich in Europa liegen. Dort habe ich mich zunächst mal im riesigen Supermarkt mit allem eingedeckt, was ich die letzte Zeit nicht wirklich hatte. Schokolade, Eiscreme, lecker Gemüse,… Eine neue Sonnenbrille habe ich mir auch noch zugelegt.

Sonst gibts in Salta nicht so sonderlich viel zu tun. Die Stadt ist zwar sehr nett und schön, aber nicht besonders aufregend. Von daher gleich am zweiten Tag mit dem Mietwagen weiter nach Cafayate.

Cafayate
Der Weg von Salta nach Cafayate gilt als die schönste Route in Südamerika. Und es war wirklich atemberaubend. Alle 2min will man am liebsten Anhalten und sich die Gegend anschauen. Einen kleinen Abstecher nach Deutschland haben wir auch gemacht. Lag sozusagen auf dem Weg. Hier ein paar Bilder:

Cafayate selbst ist das Weinzentrum im Nordwesten Argentiniens. Dementsprechend haben wir erstmal eine kleine Weinprobe veranstaltet. In 5 Bodegas haben wir uns verköstigen lassen. Abschließend dann noch in eine Käsefabrik. So saßen wir dann im Garten mit einer Flasche Wein und lecker Käse. Einfach nur gut. Mein Highlight war noch, dass ich einem schmierigen Touristenabzocker meine alte schäbige Sonnenbrille, die ich für 10€ in Arequipa gekauft hatte noch für knapp 20€ vertickt habe. „Na klar ist die Original. Die habe ich in London gekauft“. Ich glaube das ist das erst mal, dass ich die verarscht habe.

Über Tafi de Valle bin ich nun in Tucuman gelandet. Heute werde ich mir die Stadt hier anschauen und heute Nacht gehts dann mit dem Bus weiter nach Cordoba. Da bin ich schon mal sehr gespannt drauf. Habe viele gute Sachen über Cordoba gehört.

Wasserspiele und Klettergerüst für Erwachsene

Zwei Wochen sind inzwischen schon wieder vergangen seit dem letzten Update. Nach meinem Ausflug auf den Chachani war ich noch eine weitere Woche in Arequipa. Super nettes Hotel mit netten Leuten. Hat echt Spaß gemacht.

Rafting in Arequipa
Am letzten Tag in Arequipa war ich dann mit Sasha, einem Mädel aus Australien, auf dem Rio Chili raften. Stromschnellen bis zur Kategorie 4 von 6 waren dabei (Wikipedia sagt: „Grade 4: Whitewater, medium waves, maybe rocks, maybe a considerable drop, sharp maneuvers may be needed. (Skill level: whitewater experience)“. Das war schon ganz witzig.

Kapitän Jonas und Adjutant Sasha (vorne links)

Und da wir alle 4 im Boot natürlich keine „whitewater experience“ hatten, sind wir direkt bei der ersten Kategorie 4 Stromschnelle gekentert. Natürlich stand der Tourfotograf zufällig genau an der Stelle und konnte alles festhalten:

Auch wenn die Minuten danach doch ein wenig aufregend waren, hat die Tour einen Riesenspaß gemacht.
Alle Bilder vom Rafting gibts hier: Dropbox – Rafting in Arequipa

Normal abseilen kann ja jeder:
Mit dem Gesicht nach unten ein Gebäude runterlaufen ist da schon ein bißchen schwieriger und aufregender. Urban Rush heißt das ganze hier in La Paz. Überraschenderweise sehr gut abgesichert steigt man aus dem Fenster im 17. Stock des 5-Sterne Hotels „Presidente“ in La Paz. Adrenalin pur. Mit Abstand der aufregendste Moment ist wenn man auf der Schwelle steht und sich immer weiter nach vorne lehnt. Unter mir die Stadt und 50m Hauswand. Und das ganze natürlich stilecht im Batman-Kostüm!

Stilecht im Batman-Kostüm!

Krönender Abschluss ist ein Free Fall die letzten 20m. Hände vom Seil und einfach fallen lassen!

Jonas im freien Fall

Alle Bilder vom Abseiling gibt hier: Dropbox – Abseiling in La Paz

Gestern war ich dann noch biken auf der gefährlichsten Straße der Welt. Ca. 3m breite Schotterwege und links gehts mehrere hundert Meter die Klippen runter. Bericht und Fotos folgen. Muss erst noch die DVD in der Agentur abholen.

Heute Nacht gehts dann weiter nach Uyuni in die Salzwüste.

Dünne Luft und dickes Eis

Der Berg rief und ich bin gefolgt. Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich mich nach intensivster Vorbereitung an die Besteigung des Chachanis machen wollte. 6075m hoch und irgendwie cool.

Schnell den Unterricht am Freitag abgesagt (als Belohnung habe ich jetzt die nächsten Tage jeden Tag 5h Spanisch am Stück) und mich auf die Suche nach einem Anbieter gemacht, bei dem ich die Chachani-Tour buchen kann. Nach einigem hin und her (sorry, nicht genug Leute um 17h; Oh, jetzt sinds doch 3, willst du noch um 20h) konnte ich dann also buchen. Freitag um 8h dann die nächste Überraschung. Es waren insgesamt 6 Touris im Jeep. Dazu kamen dann noch der Fahrer und 2 Guides.

Da ich mal gar nicht für Kälte und Berge ausgestattet bin, wurde ich im Büro der Agentur erstmal mit dem wichtigsten eingedeckt. Hikingschuhe, Skihose und Jacke, Fleecepulli, Stöcke, Handschuhe, Schlafsack, Isomatte, Zelt, Stirnlampe. Sauschwer der ganze Krempel und leider auch nicht besonders hochwertig. Dazu später mehr. Dazu dann noch die Sachen die ich selbst dabei hatte und 6 Liter Wasser. Und fertig war der 20kg Rucksack.

Nach 3h Fahrt über fragwürdige Feldwege waren wir dann endlich am Ausgangspunkt angekommen. Rucksack umgeschnallt und innerhalb von knapp 2h gings zum Basecamp auf 5300m Höhe. Es waren zwar irgendwie nur 100 Höhenmeter aber allein das war schon super anstrengend mit dem schweren Rucksack. Im Basecamp angekommen schnell das Zelt aufgebaut und um 16h bereits zu Abend gegessen (lecker Suppe sowie Spaghetti mit Tomatensoße). Am nächsten Tag sollte es um 2h auf den Berg gehen.

Chachani Basecamp – 5300m

Wie ihr seht waren wir ziemlich alleine. Abends gab es dann erst einen Hammersonnenuntergang und eine sternenklare Nacht:

Sonnenuntergang im Basecamp

Natürlich war es saukalt die Nacht. Alles was ich an Klamotten hatte habe ich angezogen. Trotzdem habe ich elendig gefroren. Unter anderem weil das ausgeliehene Equipment nicht sonderlich gut war. Der Schlafsack war Mist, Fleece und Skihose auch eher aus den 70ern und dementsprechend gut. Die Höhe tat dann ihr übrigens und so war an Schlaf nicht wirklich zu denken. Ich war mehr oder weniger die ganze Nacht wach und habe mich nur von einer Seite auf die andere gedreht. Dementsprechend fit war ich dann am nächsten morgen um 1h beim Aufstehen.

Zum Glück konnte wir nahezu unser gesamtes Equipment im Basecamp lassen und ich bin nur mit 2l Wasser und ein paar Snacks sowie ein paar weiteren warmen Sachen aufgebrochen. Der Plan sah vor immer 40min zu laufen und dann eine Pause zu machen. Und am Anfang Vollgas geben da wir am Ende eh keine Kraft mehr hätten, allerdings durch den nahenden Gipfel motiviert genug wären. Eigentlich ein guter Plan. Allerdings wusste ich so immer, wie lange wir schon unterwegs sind und wie lange es noch bis zum Gipfel war. Das war ein ziemliches Wechselbad der Gefühle. Die ersten 40min gingen mir viel zu langsam. Das soll „Full-Speed“ sein? Können die bitte mal schneller laufen, ich will zeitig oben sein. Die zweiten und dritten 40min noch einigermaßen okay. Danach gings aber stetig bergab. Etappe 4 und 5 waren ziemlich anstrengend und ich wurde immer mehr ans Ende der Gruppe geschoben. Dazu war es bitterkalt, die Handschuhe waren richtig schlecht und ich dachte mir frieren die Finger ab. Mein Wasser war inzwischen zum Großteil gefroren und ich hatte keine Lust mehr („Hunger, Pipi, kalt!“) In dem Moment dachte ich nicht, dass ich es packen würde. Dann wie versprochen die motivierende Nachricht, dass es noch ca. 1h bis zum Gipfel sei. Ab da ging es fast von selbst. Die letzten 100m gings durch ein Eisfeld, dann eine Linkskurve und das Gipfelkreuz. Ein super geiles Gefühl. Oben erstmal Handschuhe, Stöcke und Rucksack weggeschmissen und rückwärts umfallen lassen. Ich war sowas vom im Sack und gleichzeitig so happy. Kann man schwer beschreiben aber es war einfach geil.

Vom Aufstieg an sich gibt es leider keine Bilder, es war halt einfach noch dunkel.

Und wir waren super schnell. Statt 6-8h haben wir nur 5h für den Aufstieg gebraucht. Der Abstieg ging noch ein bißchen schneller. In nur einer Stunde waren wir wieder unten. Direkt vom Gipfel geht eine Geröllhalde (geiles Wort) direkt bis zum Basecamp. Super steil und eigentlich rutscht man wie auf einer Sandlawine den Berg runter. Spaßig, allerdings bin ich ständig auf die Schnauze gefallen. Irgendwie habe ich mich als einzigster dumm angestellt. Aber gut, ich war auch ziemlich im Sack.

In Arequipa hatte ich mich bereits für Abends mit einem Holländer zum Feiern verabredet und da musste ich dann auch noch durch. Um 3h morgens war ich dann endlich wieder im Hostel.

Operation Chachani-Gipfelsturm

Nach einer guten Woche in Arequipa beginnt morgen die Operation Chachani-Gipfelsturm.

El Chachani

El Chachani – 6075m

Knallharte Vorbereitung:
Unzählige Stunden der Vorbereitung (Höhentrainingslager in Quito, Surfen in Canoa, Trinken in Mancora und zwei 5 Tages Hikes in Huaraz und Cusco) habe ich investiert. Viel Schweiß, Tränen und BIer sind geflossen, und die ein oder andere Blessur musste auskuriert werden. Aber jetzt bin ich bereit. Morgen um 8h gehts los.

Die Tour:
Mit dem Jeep gehts um 8h von Arequipa aus erstmal auf ca. 4800m. Von da aus gehts dann bis zum Basecamp auf 5400m. Hier gibts dann lecker Essen und wahrscheinlich relativ bald ins „Bett“. Am nächsten morgen heißts dann um 2h aufstehen. Der Weg bis zum Gipfel dauert ca. 7h. Cool ist, dass zumindestens die Spitze von Schnee bedeckt ist. Wir werden also irgendwann unsere Steigeisen anziehen und uns mit Steigeisen und Eisaxt weiter hochkämpfen. Ich bin sehr gespannt ob ich die Höhe vertrage und wie fit ich wirklich bin. Ich glaube in 6000m tut jeder Schritt richtig weh. Aber wie heißts so schön? „No pain, no gain“.

Achja, nahezu zeitgleich startet die Eintracht die Operation Gipfelsturm. Auch hier bitte Daumen drücken!

Arequipa

Viele Grüße aus der drittgrößten Stadt Perus, Arequipa.

Montag morgen bin ich hier mit dem Nachtbus aus Cuzco angekommen. Susi aus Regensburg ist (oder inzwischen leider war, sie fliegt heute zurück nach Deutschland) auch mit dabei.

Arequipa ist eine super schöne und relaxte Stadt. Die Peruaner nennen sie „La ciudad blanca“ (die weiße Stadt) da viele Gebäude aus einem weißen Granit gebaut wurden. Arequipa hat 360 Sonnentage im Jahr, was ich bisher nur bestätigen kann. Super!

Die letzten zwei Tage waren wir im Colca Canyon trekken. Was auch sehr nett war. Bilder gibts hier: Dropbox Colca Canyon (mal wieder um 2:30h bzw. 4:30h aufstehen).
Am Cruz del Condor kann man dann jeden morgen die Kondore beim Fliegen beobachten. Sieht schon ziemlich majestätisch aus wie die so ihre Kreise ziehen. Ich habe nicht einen von denen mit den Flügeln schlagen sehen. Die gleiten da einfach ganz gediegen auf den Aufwinden hoch.


Jetzt ist aber erstmal Pause angesagt. Meine Beine sind super müde. Und wenn meine Beine wieder fit sind will ich auf einen der beiden Vulkane „El Misti“ oder „Chachani“ klettern. Beide so um die 6000m hoch. Der „Chachani“ hat auch noch einen richtig schönen Schneegipfel während „el Misti“ leider fast komplett schneefrei ist. Cooler wäre mit Sicherheit der Chachani.

El Misti

El MIsti – 5822m

El Chachani

El Chachani – 6075m

Heute werde ich mir mal die Sprachschulen und Hostals in der Gegend anschauen. Ich denke ich werde hier noch zwei Wochen Sprachkurs dranhängen. Sofern ich eine gute Schule finde.

Machu Picchu!

Freitag, 6:12h:

Panorama Machu Picchu

Doch wie immer erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Tag 1, Montag 03.09., 4h:

Der Wecker klingelt mal wieder um 4h morgens. Die Sachen habe ich Gott sei Dank schon am Abend gepackt. Schnell Zähne putzen und um 4:30h steht der Guide vor der Tür und holt uns für die 4h Fahrt nach Mollepata, dem Ausgangspunkt des Salkantay Treks, ab. Schweinekalt ist es und da ich nur sehr schlecht im Bus schlafen kann bin ich ruckzuck der einzige der in dem überfüllten Bus (unser Koch schlummert friedlich auf meinem Knie) noch wach ist. Das Frühstück lasse ich ausfallen, stattdessen gibt es für mich Müsliriegel. Dann gehts auch schon wieder los. 21,2km und ca. 800 Höhenmeter stehen auf dem Programm. Lockeres Aufwärmen sozusagen. Es geht die meiste Zeit an einer Dirtroad entlang. Ergänzt von kleinen steilen Passagen durch die Wildnis. Nach ca. 3h bekomme ich Unterstützung von einem der vielen wilden Hunde.

Geleitschutz bis zum Verpflegungszelt

Pflichtbewusst begleitet er mich (immer ein paar Schritte vor mir) bis zum Verpflegungszelt – Mittagessen!! Ich weiß nicht mehr was es gab, generell besteht die Verpflegung allerdings aus Reis mit Fleisch und Pasta mit nicht ganz so leckerer Soße. Trotzdem stürze ich mich gierig auf das Essen. Schließlich stehen weitere 4h auf dem Programm.

Im Camp angekommen gibts erstmal Tee und Popcorn. Dicht gefolgt vom Abendessen (Reis, Pasta) und einem unglaublichem Sternenhimmel. Sowas habe ich wirklich noch nicht gesehen. Würde gerne ein Foto posten, irgendwie habe ich da aber wohl nicht die richtige Kamera für. Es war auf jeden Fall der Hammer. Soviele Sterne, der ganze Himmel war hell.

2. Tag: 

Um 5:30h steht der Guide mit einem heißen Coca-Tee am Zelteingang. Das nenne ich Service. Aufstehen, Sachen packen, frühstücken (Brötchen mit Marmelade) und Zähne putzen. Dann gehts wieder auf die Piste. Der zweite Tag ist traditionell der schwierigste. Es sind zwar nur knapp 600 Höhenmeter und 20,8km, allerdings geht es die ersten 4h bis zum Salkantay-Pass 2km nur steil bergauf. Danach dann noch 18km bergab. Schöne Grüße an die Knie. Der Pass war auch sehr spektakulär. Oben angekommen war ich schon ein wenig enttäuscht. Das Panorama komplett vom Nebel verdeckt. Und unser Guide meinte die Chancen ein gutes Panorama zu sehen sind extrem gering. Keine 2min später dann aber das hier:

Panorama - Salkantay MountainSalkantay Pass

Die Belohnung für 4h Strapazen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht wie anstrengend das Bergablaufen ist. Der Weg besteht hauptsächlich aus Sand und losen Steinen. Da muss man bei jedem Tritt aufpassen. Aber auch das war machbar. Gegen 16h waren wir dann im 2. Camp. Erschöpft vom Tag bin ich richtig früh eingeschlafen.


Tag 3:

Verschnaufpause am dritten Tag. Es geht ziemlich flach für ca. 14km durch den „cloudforest“. Die Klamotten sind trotzdem ruckzuck durchgeschwitzt. Nach 14km wartet auf uns ein Bus, der uns nach Santa Teresa, der dritten Station, bringt. Der Guide hat uns das Angebot gemacht nach Santa Teresa zu laufen, was aber unverständlicherweise keine wahrgenommen hat.

Gegen nachmittag gings dann mit dem Bus zu den heißen Quellen. Endlich duschen und im heißen Wasser planschen. Sehr cool. Abends dann Lagerfeuer und zuviel Wein. Gegen 12h bin ich klugerweise dann doch ins Bett. So blieben mir noch 4h Schlaf bis zum Weckruf am nächsten Morgen.


Tag 4:

Heute hat sich die Gruppe aufgeteilt. Während ein Teil der Gruppe mit dem Bus zum Ziplining fuhr war der andere Teil der Gruppe nochmal Hiken. Aus irgendeinem Grund hatte ich mich vorher fürs Hiken entschieden. 6h, 18km, 1000 Höhenmeter und zur Belohnung danach noch 3h Stunden an den Bahngleisen entlang durch den peruanischen Dschungel nach Aguas Caliente, der Basisstation für Machu Picchu (wenn auch super weit weg und im Nebel gelegen). Achja, habe ich erwähnt, dass die Zipliner bis 8h schlafen konnten während die Hiker um 4:30h los sind?

Aber es hat sich gelohnt. Landschaftlich der mit Abstand schönste Hike der Tour und als Belohnung für die Schufterei ein erster Blick auf Machu Picchu vom Gipfel. Die 3km nach Aguas Calientes waren dann die Hölle. Unsere Gepäckträger hatten sich verabschiedet und so mussten wir für diese drei Kilometer unser Gepäck selber tragen. Junge, das war echt anstrengend. In Aguas Calientes sind wir dann im Hostal abgestiegen. Endlich wieder ein richtiges Bett. Herrlich.

Bilanz des 4 Tages: 18km, 1000 Höhenmeter und eine Blase am kleinen Fußzeh.

Auf dem mittlerem Bild sieht man bei ganz genauem Hinsehen Machu Picchu in der Mitte. Muss ich erwähnen, dass das Verbotsschild mich nicht davon abgehalten hat den Fußgängerweg zu meiden und stattdessen über die Gleise zu gehen?


5. Tag:

Aufstehen um, wie könnte es anders sein, 4:00h. Schließlich wollen wir ja die ersten sein, die Machu Picchu betreten. Um 4:30h treffen mit der Gruppe und los gehts. 30min lang laufen wir bis zum Haupttor. Im Dunkeln, mit der Stirnlampe an. Wie oben zu sehen haben die Inkas gedacht es wäre cool die Stadt mitten auf einem Berg zu bauen.

Für mich hieß das dann also gute 1800 (natürlich DIN-genormt, siehe links) Treppenstufen hoch zu steigen. Immer im Hinterkopf der erste Bus, der um 5:30h von Aguas Calientes losfährt. Wenn ich nach dem Bus da bin, war die ganze Lauferei für die Katz. Auf den letzten Metern höre ich dann doch tatsächlich den ersten Bus ankommen. Aber ich schaffe es wenige Sekunden bevor die Türen aufgehen in der Schlange zu stehen. Komplett Nassgeschwitzt aber glücklich wie das Bild unten beweist.

Machu Picchu ist echt beeindruckend. Nicht von den Gebäuden an sich sondern hauptsächlich die Lage auf dem Berg, die beiden Gipfel direkt nebendran und der Fluss welcher den Berg an drei Seiten umschließt. Ich glaube Bilder können das nicht wirklich wieder geben. Ich versuchs trotzdem mal:

Die letzten beiden Bilder habe ich vom Machu Picchu Mountain aus aufgenommen. In meinem Wahn bei der Buchung des Trips hatte ich auch diesen Mountain mitgebucht. Die Aussicht war überwältigend aber davor gings nochmal 2202 Treppenstufen (ich habe sie auf dem Rückweg gezählt) hoch. Leider gabs auch ein paar Verluste. Meine Sonnenbrille hat sich entschieden in Machu Picchu zu bleiben. Schade um das gute Stück.


Für mich hingegen gings um 21h mit dem Zug zurück Richtung Cusco. Mal wieder war ich so ziemlich der einzige, der nicht schlafen konnte. Dafür habe ich dieses witzige Bild machen können. Ein ganzes Abteil voll schlafender Gringos! 

Um 1:30h waren wir dann endlich wieder in Cusco. Eine Überraschung gabs noch, wir durften unsere Betten noch selber beziehen. Das war dann wirklich das Highlight. Alles in allem aber eine super Tour mit unvergesslichen Aussichten und Eindrücken.