Whale watching in Puerto Lopez

Nachdem ich mein Hostal räumen musste (ich berichtete) bin ich am Donnerstag nach Puerto Lopez gefahren. Für die knapp 200km musste ich 3x umsteigen und war insgesamt ca. 7h unterwegs. Ständig steigen irgendwo fliegende Händler ein, die einem vom Zaubertrank über Hühnersuppe bis hin zu Zahnbürsten jeden Mist verkaufen wollen. Das war an sich schon ein Abenteuer. Was dann aber kam war der Hammer.

Galapagos für Arme:
In Puerto Lopez habe ich eine Tour zur Isla de la Plata (auch „poor mans Galapagos“ genannt) gebucht.

Das war der absolute Hammer. Hier kommen auch jedes Jahr die Buckelwale vorbei um ihren Nachwuchs großzuziehen.

Wir hatten das Glück eine Mutter und ihr Junges beim Springen zu sehen. Super cool. Warum die Buckelwale aus dem Wasser springen weiß keiner wirklich. Es sieht aber auf jeden Fall hammermäßig aus.

 

Wahrscheinlich sind die Bilder an sich nicht so wirklich beeindruckend aber in „echt“ war das mit das faszinierendste was ich bisher gesehen habe.

Auf der Insel an sich gibt es dann nicht mehr so viel spektakuläres zu sehen. Hauptsächlich Blaufußtölpel, Rotfußtölpel und Aaßgeier mit Nachwuchs:

 
Weitere Fotos vom Whale watching und der Isla de la Plata

Morgen fahre ich dann weiter nach Cuenca und von dort dann in Richtung Peru.

Sonne, Strand, Surfen

Hola aus Canoa! Wo die Sonne immer scheint, das Wasser angenehme 28Grad hat und die Mädels leicht bekleidet am Strand flanieren. Okay, 2 von 3 Sachen waren gelogen. Die Sonne scheint sogar sehr selten und das Wasser ist zwar warm, hat aber vielleicht nur 25Grad.

Alle Fotos gibts wie immer auf hier: dropbox

Die letzte Woche habe ich mit viel chillen und Sport verbracht. Nach den 3 Wochen im doch ziemlich dreckigen Quito war ich fast jeden Morgen hier am Strand joggen. Herrlich! Surfunterricht habe ich hier auch genommen und nach 5h klappt es schon ziemlich gut. Auf dem Board stehen und geradeaus fahren klappt also schonmal ohne fremde Hilfe. Schwierig ist noch den richtigen Zeitpunkt bei den Wellen zu erwischen aber auch da bin ich zuversichtlich.

Spanisch habe ich die Tage ziemlich vernachlässigt. Allerdings reicht es aktuell schon um die wichtigsten Sachen zu sagen und ich denke der Rest kommt nach und nach.

Hier im Hostel hatte ich auch noch eine coole Gruppe Südamerikaner aus Quito kennengelernt mit denen ich dann ein wenig durch die Gegend gezogen bin. Waren unter anderem an einem total verlassenen Strand in der Nähe von Jama und danach auf einer Geburtstagfeier. Super cool. Leider wurde ich ziemlich zerstochen. Alleine an meinen Füßen habe ich ca. 20 Stiche. Und mein Rücken sieht noch schlimmer aus (aber da ists mit dem zählen schwieriger 🙂 )

Nächstes Wochenende ist langes Wochenende und mein Hostel versucht mit rechtzeitig zum Wochenende loszuwerden um das Vierbettzimmer welches ich alleine bewohne gewinnbringend los zu werden. Ich werde also am Donnerstag weiter ziehen, wahrscheinlich nach Puerto Lopez zum Whale Watching. Ich halte euch auf dem laufenden.

Hier noch ein Blick von meinem Zimmer aus auf Hängematte, Guacamole und das Meer. Was braucht man mehr??

Adios Quito, Hola Canoa

Nach drei Wochen in Quito geht es heute für mich per Bus an die Ecuadorianische Küste nach Canoa. Aber nicht ohne vorher noch von den letzten Tagen zu berichten.

Sie nannten ihn Jonas Messner
Unter der Leitung von Jonas „the Messner“ ging es am Donnerstag auf den Hausvulkan in Quito. Den knapp 5000m hohen Pichincha. Die Truppe bestand aus dem Italoamerikaner Fabio sowie dem Originalamerikaner Pedro und meiner Bergführerwenigkeit.
Mit einer 1,5h Verspätung (der Originalamerikaner wollte sich noch einen Sonnenhut kaufen) gings los.

Auch wenn es mir in meinem Bergsteigerherz weh tat, so wollten die beiden Amerikaner mit der Gondelbahn die erste Etappe überwinden. Mit Rücksicht auf deren konditionellen Defizite und dem straffen Zeitplan habe ich dem schweren Herzens zugestimmt. Also ab in die Gondel und in 4100m wieder raus. Hier gabs schon einen Hammerblick über Quito. Von da aus ging es auf den „approximately“ (ihr könnt euch denken was das in Südamerika bedeutet) 4km langen Weg zum Vulkan Pichincha. Ein super cooler Aufstieg. Leider waren wir nach 2,5h und gefühlten 20km immer noch nicht am Vulkan angekommen. Hier musste ich meine Kompetenz spielen lassen und die Besteigung abbrechen, da es bereits 1h später dunkel werden würde. So haben wir zwar den Vulkan nicht wirklich bestiegen, cool wars aber trotzdem. Hier ein paar Fotos:

Centro Historico bei Nacht
Gestern Abend waren wir dann nochmal in der Altstadt Quitos. In den kleinen Gassen und Hinterhöfen ist Abends richtig action. Überall Musik, tanzende Leute und natürlich Bier.

So, das wars aus Quito. In 3h gehts mit dem Bus nach Canoa. Dann gibts endlich Sonne, Meer und Strand.

Fotos wie immer hier: dropbox

Derbytime in Quito

Gestern waren wir beim Derby Deportivo Quito gegen Liga de Quito im altehrwührdigen Estadio Olímpico Atahualpa.

Das Stadion liegt auf ca. 3000m. Das ist einer der Gründe warum Ecuador es immer wieder zu großen Turnieren geschafft hat. Die Ecuadorianer sind im Gegensatz zu den Brasilianern oder den Argentiniern einfach an die Höhe gewöhnt und konditionell fitter. Inzwischen sind allerdings offizielle Länderspiele auf über 2500m verboten.

Besonders viel war nicht los. Angeblich nur ca. 3.000 Zuschauer.

Was aber bei Ticketpreisen von 8 – 30$ durchaus verständlich ist. Durchschnittslohn in Ecuador ist 290$ / Monat. Während wir uns brav die günstigsten Tickets gekauft haben, hat mein Gastvater mir seinem Sohn zusammen die teuersten Tickets geordert. Und ich dachte immer die müssten jeden Cent zweimal rumdrehen. So kann man sich täuschen.

Die Stimmung im Stadion war aber trotzdem ganz gut. Die Fangesänge sind irgendwie melodischer als bei uns daheim. Auf der Fotoseite habe ich auch ein Video von den Fangesängen hochgeladen.

Spielerisch war das Ganze dann eher keine Offenbarung. Ein 0:0 der schlechteren Sorte. Highlight war ein Fallrückzieher auf die Latte irgendwann kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Und auch die Stadionwurst sieht in Deutschland irgendwie besser aus.

 

Fotos und ein Video (wenn es denn dann mal endlich hochgeladen ist) gibt es hier: Dropbox

Vandellia cirrhosa oder …

… „Warum man besser nicht ins Wasser pinkeln sollte!“

Woche 2 in Quito. Ganz Quito ist von Bergen und Vulkanen umzingelt. Ganz Quito? Ja! Und das ist auch gut so. Das Wochenende haben wir  (Peter, sozusagen Klassenkamerad und ich) im „cloud forest“ in Mindo verbracht. Muy hermoso wie die Spanier sagen würden. Trekking durch den Wolkenwald inkl. Schluchtüberquerung in einer eher fragwürdigen Gondel standen Samstag auf dem Programm. Abends dann mit den Einheimischen das ein oder andere Gläschen Bier, Schnaps und Cocktails verhaftet.

         

Canopy durch den Wolkenwald
Sonntag dann noch das Highlight: Canopy durch den „Wolkenwald“. Das war echt krass. Am Karabinerhaken befestigt über Schluchten. Zwischendurch ein paar Stunts wie den „Buttefly“ im ersten Bild oder „Superman“ im zweiten Bild. Stilecht ausgeführt von Peter. Für mich gab es leichte Abzüge in der B-Note beim Butterfly.

      

Hier ein kleines Video: http://www.youtube.com/watch?v=TCLRHDMpo18War echt ein Hammerausflug. Kann ich nur empfehlen.

Hobbit Jonas in Mittelerde:
Letzten Freitag war ich dann auch noch am Äquator. Ich dachte das gehört zum kulturellen Muss wenn man schon mal in Ecuador ist.

In einer Art Museum wurde einem sehr anschaulich der Einfluss der Corioliskraft dargestellt. Sprich in welche Richtung dreht sich das Wasser auf der Nord- bzw. Südhalbkugel, ist man leicher am Ecuador, usw. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen, das Wasser dreht sich in unterschiedliche Richtungen. Ist mir egal, dass Sat1 etwas anderes behauptet (Link). Einen sehr wichtigen Rat gabs auch noch für alle Männer. Nie, nie, nie in den Amazonas pinkeln. Stichwort „Penisfisch“

   

Die nächsten Tage sind ziemlich verplant. Morgen gehts nach der Schule erst in den Park und danach ins Kino. Mittwoch gehts zum Fußball. Mein Gastvater behauptet steif und fest sein Team würde am Mittwoch Abend in der südamerikanischen Champions League gegen ein Team aus Peru spielen. Allerdings konnte ich nirgendwo etwas dazu finden. So wie ich das auf den Webseiten sehen kann, spielt sein Team noch nicht mal im „Copa Libertados“ diese Saison. Aber dafür wäre laut meiner Info am Mittwoch das Derby in Quito. Wäre auch okay. Donnerstag wollen wir dann auf einen der Vulkane hier steigen. Bis auf 5000m. Bin mal gespannt ob wir das schaffen. Und am Wochenende werde ich denke ich nochmal einen Ausflug ins Umland machen. Vielleicht nach Baños. Mal schauen.

Montag oder Dienstag nächste Woche gehts dann wahrscheinlich an die Küste nach Canoa. Nochmal in eine Spanischschule und surfen lernen 🙂

Weitere Bilder aus Mindo und Ecuador gibt es wie immer hier

Die ersten Tage in Quito

Nach geschlagenen 20h Reisezeit bin ich Donnerstag morgen um 1h (8h dt. Zeit) in Quito angekommen. Zunächst mit Condor nach San Juan in Puerto Rico, dann mit Copa Airlines zunächst nach Panama um dann nach QUito weiter zu fliegen. Die Einreise nach Ecuador hat dann nochmal ewig gedauert. Erst eine Stunde an der Passkontrolle angestanden und dann nochmal genau so lange an der Gepäckkontrolle. Und das um 1h morgens. Ätzend. Dagegen ist die Einreise in die USA schnell und unkompliziert! Schön war das auch für meine Gastfamilie. Die haben die 2h draußen in der Ankunftshalle gestanden und auf mich gewartet.

Meine Gastfamilie
Ich glaube mit der Gastfamilie habe ich es echt gut erwischt. Blanca und Carlos sind locker drauf und bemüht uns beim Spanisch lernen zu helfen. Beide sprechen selbst kaum Englisch (obwohl wir vermuten, dass Carlos richtig gut englisch spricht, es aber nicht macht der Sack). Dafür wiederholen sie alles 10x auf Spanisch, bis man es wirklich verstanden hat (oder so tut als hätte man es verstanden).

Wir wohnen in Mariscal, einem ziemlich guten Stadtteil von Quito. Direkt hinter dem Haus ist zum Beispiel der Wohnsitz des amerikanischen Botschafters. Alles safe also. Hier mal ein Blick von meinem Balkon aus:
Blick von meinem Balkon aus

Quito – dünne Luft und Abgase
Echt heftig ist die Höhenluft. Quito liegt auf ca. 3000m und die Stadt ist extrem hügelig. Bergauf kommt man da echt schnell ins schnaufen. Die (natürlich alle mit G-Kat ausgerüsteten) 20 Jahre alten Busse und andere Drecksschleudern tun ihr übriges. Da wird das günstige und bequeme Taxi schnell zu Alternative. Aber wie gesagt, andere zahlen viel Geld für so ein Höhentrainingslager. Dafür hat es hier den ganzen Tag so ca. 20° und Sonnenschein. Das ist die positive Seite.

Die spinnen die Ecuadorianer
Ein paar skurile Sachen habe ich auch schon erlebt. Auf der Suche nach einem Cafe zum Frühstücken bin ich erstmal in ein Leichenschauhaus gelaufen. Da lagen dann so ca. 10 Leichen auf Tischen aufgebahrt und die Angehörigen standen drum rum. Hunger hatte ich dann erstmal keinen mehr. Mittags wollte ich dann lecker Quesadilla essen. Für 75ct das Stück dachte ich, ich könnte mir ruhig mal 3 Quesadilla gönnen. Leider haben die Quesadillas hier nicht mit dem gemeinsam was wir von daheim kennen. Quesadilla ist hier ein süßes Gebäck mit Käsa gefüllt. Auch eher gewöhnungsbedürftig. Generell sieht man hier so viele Sachen, die in Deutschland einfach unvorstellbar wären. 8 Leute in einem Golf, freilaufende Kühe und Schweine, ein absolut chaotischer Straßenverkehr,… Ich mache die Tage mal ein paar Bilder was da so alles passiert.

Wochenendtrip nach Otavalo
Am Wochenende waren wir (2 weitere Sprachschüler und ich) dann in Otavalo, eine kleine Stadt ca. 60km nördlich von Quito. Otavalo ist umrahmt von 4 Vulkanen was wirklich ein cooler Anblick ist (einen sieht man auf dem Bild mit den Lamas). Eigentlich ist die Stadt ziemlich verschlafen, Samstags ist allerdings immer großer Markttag. Die ganze Stadt ist dann ein einziger Markt. Textilmarkt, Handwerksmarkt und Tiermarkt. Besonders der Tiermarkt hat es in sich. Da verkaufen die Leute wirklich alles an Tieren was man sich vorstellen kann. Katzen, Hühner, Hunde, Lamas, Kühe, Schweine, Ziegen, Hähne, Kaninchen,…

Händler auf dem Weg zum mercado animalesMercado animalesStreunender HundLamas auf dem mercado animalesMercado animalesMercado animales

Mittags haben wir uns dann das „Grand Final“ der einheimischen Fußballliga im „Estadio Municipal Otavalo“ angeschaut. So ein Grottenkick habe ich selbst in Crumstadt auf dem Sportplatz noch nicht gesehen. Witzig war es aber trotzdem. Wir waren die einzigen die ein wenig Stimmung gemacht haben. Bier gabs auch, was will man also mehr. Gibt das eigentlich einen Länderpunkt?? (http://de.wikipedia.org/wiki/Groundhopping)

Panorame Estadio Municipal Otavalo   Spielankündigungsplakat "grand final"

Heute habe ich den ersten Tag an der Sprachschule. Mal sehen was das wird. Ich habe täglich 4h Unterricht am vormittag und den nachmittag dann frei. Ganz in der Nähe hier gibt es eine Kletterschule. Die werde ich mir dann heute mal anschauen. Die nächsten Tage lade ich dann nochmal ein paar Bilder hoch.

PS: Bender war auch am Start
Bender war auch am Start