Nach geschlagenen 20h Reisezeit bin ich Donnerstag morgen um 1h (8h dt. Zeit) in Quito angekommen. Zunächst mit Condor nach San Juan in Puerto Rico, dann mit Copa Airlines zunächst nach Panama um dann nach QUito weiter zu fliegen. Die Einreise nach Ecuador hat dann nochmal ewig gedauert. Erst eine Stunde an der Passkontrolle angestanden und dann nochmal genau so lange an der Gepäckkontrolle. Und das um 1h morgens. Ätzend. Dagegen ist die Einreise in die USA schnell und unkompliziert! Schön war das auch für meine Gastfamilie. Die haben die 2h draußen in der Ankunftshalle gestanden und auf mich gewartet.
Meine Gastfamilie
Ich glaube mit der Gastfamilie habe ich es echt gut erwischt. Blanca und Carlos sind locker drauf und bemüht uns beim Spanisch lernen zu helfen. Beide sprechen selbst kaum Englisch (obwohl wir vermuten, dass Carlos richtig gut englisch spricht, es aber nicht macht der Sack). Dafür wiederholen sie alles 10x auf Spanisch, bis man es wirklich verstanden hat (oder so tut als hätte man es verstanden).
Wir wohnen in Mariscal, einem ziemlich guten Stadtteil von Quito. Direkt hinter dem Haus ist zum Beispiel der Wohnsitz des amerikanischen Botschafters. Alles safe also. Hier mal ein Blick von meinem Balkon aus:

Quito – dünne Luft und Abgase
Echt heftig ist die Höhenluft. Quito liegt auf ca. 3000m und die Stadt ist extrem hügelig. Bergauf kommt man da echt schnell ins schnaufen. Die (natürlich alle mit G-Kat ausgerüsteten) 20 Jahre alten Busse und andere Drecksschleudern tun ihr übriges. Da wird das günstige und bequeme Taxi schnell zu Alternative. Aber wie gesagt, andere zahlen viel Geld für so ein Höhentrainingslager. Dafür hat es hier den ganzen Tag so ca. 20° und Sonnenschein. Das ist die positive Seite.
Die spinnen die Ecuadorianer
Ein paar skurile Sachen habe ich auch schon erlebt. Auf der Suche nach einem Cafe zum Frühstücken bin ich erstmal in ein Leichenschauhaus gelaufen. Da lagen dann so ca. 10 Leichen auf Tischen aufgebahrt und die Angehörigen standen drum rum. Hunger hatte ich dann erstmal keinen mehr. Mittags wollte ich dann lecker Quesadilla essen. Für 75ct das Stück dachte ich, ich könnte mir ruhig mal 3 Quesadilla gönnen. Leider haben die Quesadillas hier nicht mit dem gemeinsam was wir von daheim kennen. Quesadilla ist hier ein süßes Gebäck mit Käsa gefüllt. Auch eher gewöhnungsbedürftig. Generell sieht man hier so viele Sachen, die in Deutschland einfach unvorstellbar wären. 8 Leute in einem Golf, freilaufende Kühe und Schweine, ein absolut chaotischer Straßenverkehr,… Ich mache die Tage mal ein paar Bilder was da so alles passiert.
Wochenendtrip nach Otavalo
Am Wochenende waren wir (2 weitere Sprachschüler und ich) dann in Otavalo, eine kleine Stadt ca. 60km nördlich von Quito. Otavalo ist umrahmt von 4 Vulkanen was wirklich ein cooler Anblick ist (einen sieht man auf dem Bild mit den Lamas). Eigentlich ist die Stadt ziemlich verschlafen, Samstags ist allerdings immer großer Markttag. Die ganze Stadt ist dann ein einziger Markt. Textilmarkt, Handwerksmarkt und Tiermarkt. Besonders der Tiermarkt hat es in sich. Da verkaufen die Leute wirklich alles an Tieren was man sich vorstellen kann. Katzen, Hühner, Hunde, Lamas, Kühe, Schweine, Ziegen, Hähne, Kaninchen,…






Mittags haben wir uns dann das „Grand Final“ der einheimischen Fußballliga im „Estadio Municipal Otavalo“ angeschaut. So ein Grottenkick habe ich selbst in Crumstadt auf dem Sportplatz noch nicht gesehen. Witzig war es aber trotzdem. Wir waren die einzigen die ein wenig Stimmung gemacht haben. Bier gabs auch, was will man also mehr. Gibt das eigentlich einen Länderpunkt?? (http://de.wikipedia.org/wiki/Groundhopping)

Heute habe ich den ersten Tag an der Sprachschule. Mal sehen was das wird. Ich habe täglich 4h Unterricht am vormittag und den nachmittag dann frei. Ganz in der Nähe hier gibt es eine Kletterschule. Die werde ich mir dann heute mal anschauen. Die nächsten Tage lade ich dann nochmal ein paar Bilder hoch.
PS: Bender war auch am Start
