Long time no see würde ich sagen. Wie so oft ist seit dem letzten Artikel ziemlich viel Zeit vergangen. Normalerweise war ich immer so spät dran weil ich soooo viel erlebt habe und keine Zeit / Lust hatte mich an den Laptop zu setzen und einen Bericht zu schreiben.
Dieses Mal warens aber eher andere Gründe weshalb ich so lange nicht geschrieben hatte. Hauptsächlich war ich ein wenig reisemüde. Nach 6 Monaten in Südamerika hatte ich doch oft das Gefühl alles schon mal gesehen zu haben und war deswegen ein wenig demotiviert. Wieder ins Hostal, neue Leute kennenlernen (was anstrengend ist), an den Strand legen (same,same), abends betrinken,… Dazu war es auch noch so unglaublich heiß, dass ich überhaupt nicht aus dem Haus wollte. Daher gibt es zum Beispiel aus Cartagena keine eigenen Bilder. Ich war einfach zu faul in der Hitze aus dem Hostal zu gehen und Bilder von der Stadt zu machen.
Dazu kam dann auch noch, dass die Karibikküste vom Backpackerpublikum eher die Marke Poser anzieht. Häufig sind die dann nur 3 Wochen auf Urlaub und da wird gekifft, gekokst und gesoffen was das Zeug hält. Und darauf hatte ich wenig Lust, zumindestens nicht jeden Tag. Es waren allerdings auch ein paar richtig coole Leute dabei mit denen man Spaß haben konnte. Zum Beispiel habe ich In Cartagena viel mit einem Argentinier unternommen. Da musste ich mein Spanisch üben, da er kaum Englisch gesprochen hat.
Cartagena – Touristenort Nr.1
Cartagena ist die Hauptattraktion für Touristen. Und das mit Recht. Eine super schöne Kolonialstadt.
Außer einer Stadtbesichtigung gibt es allerdings nicht sonderlich viel zu tun. Ich bin hauptsächlich 4 Tage geblieben weil ich nicht wirklich wusste was ich als nächstes machen sollte. Die meiste Zeit habe ich wie gesagt im Hostal verbracht. Viel gelesen, geschlafen,… Einen coolen Ausflug haben wir noch zu einem Schlammvulkan gemacht. Das ist echt witzig. Man schwimmt im warmen Schlamm. Untergehen kann man nicht und Bier bekommt man auch gereicht. Perfekt!
Santa Marta, Parque Tayrona und Minca
Santa Marta ist leider bei weitem nicht so schön wie Cartagena. Dafür ist Santa Marta ein guter Ausgangspunkt um verschiedene andere Orte zu erreichen. Santa Marta habe ich also hauptsächlich genutzt als Zwischenstopp zwischen den verschiedenen cooleren Sachen, um Wäsche zu waschen,…
Direkt als erstes bin ich in den Parque Tayrona. Ebenfalls eine der Haupttouristenattraktionen. Und da in Kolumbien spätestens nach Weihnachten alle Richtung Küste fahren wollte ich da als erstes hin um noch ein wenig Ruhe zu haben. Der Park ist superschön und es hat tolle Strände. Leider habe ich relativ wenige Fotos gemacht, vor allem keins! vom Strand. Komisch
Zu Weihnachten bin ich dann an den Costeno Beach gefahren. Ein abgelegenes Hostal am Rande des Tayrona Nationalparks. Surfen, Beachvolleyball und chillen am Strand. War auch echt cool. Leider waren die Wellen nicht wirklich geeignet für Surfanfänger sondern eher für gehobene Fortgeschrittene. Trotzdem hat Surfen an Weihnachten doch einen gewissen Reiz 🙂
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Santa Marta bin ich dann weiter nach Minca gezogen. Ein kleines Dorf eine knappe Stunde südlich von Santa Marta. Minca liegt auf 600m. Neben hiken und die Landschaft genießen kann man da auch noch hiken oder die Landschaft genießen. Die ist allerdings wirklich traumhaft und das Hostal in dem ich war hat außerdem noch ein super Abendessen gekocht. Vegetarisches Curry. Super gut. Und da es den anderen Leuten an unserem Tisch zu scharf war, konnte ich deren Portionen auch noch essen. Perfekte Welt! Abends habe ich dann noch mit ein paar anderen Backpackern und den einheimischen Jungs Fußball gespielt. Hat richtig Spaß gemacht. Auf dem ersten Bild sieht man noch eine typische Tankstelle in Santa Marta. Die Leute importieren hochwertigeres Benzin aus Venezuela und verkaufen dass dann Flaschenweise. Der Kollege im ersten Bild hat sich 2 Flaschen des guten Stoffs für sein Moped gegönnt:
Silvester habe ich dann mit einem Südafrikaner (Garreth, den seine Freunde aber China nennen) und einem australischem Pärchen, welches ich in Cusco kennengelernt hatte, gefeiert. War eine ziemlich feucht fröhliche Angelegenheit. Mit steigendem Alkoholpegel habe ich wohl vergessen Fotos zu machen. Deswegen gibt es nur 2 von der Nacht. Punkt 12h waren wir dann am Strand und haben mit hunderten anderen das neue Jahr begrüßt.
Leider hatte ich um ein paar Euro zu sparen einen Flug am ersten um 17h gebucht. So weit nicht schlimm, wenn ich nicht noch 4h von Santa Marta nach Cartagena hätte fahren müssen. Auch noch nicht dramatisch sagt ihr? Und um das ganze zu toppen fährt am 1. Januar nur ein einziger Bus von Santa Marta nach Cartagena. Und der fährt um 9h ab. Und um 5h oder so war ich vom Feiern zurück. Das war schon anstrengend. Da seht ihr mal was für ein hartes Leben ich habe.
Ein paar Tage in Medellin
Medellin wird in Backpackerkreisen ziemlich gehypt. Man muss unbedingt hingehen, die Stadt ist toll, das Nachtleben unglaublich usw. Mir hats auch echt gut gefallen aber soooo toll wie alle sagen wars dann auch nicht. Wahrscheinlich waren erstens die Erwartungen zu groß und zweitens waren alle Einheimischen wahrscheinlich im Urlaub an der Küste. Dementsprechend war das Nachtleben eher mittel. Ich habe mir aber eine coole Zeit gemacht. Besonders gut hat mir „Parque Explora“ gefallen. Eine Art naturwissenschaftliches Museum. Aber alles super interaktiv. Eher für Kinder gemacht aber ich hatte trotzdem meinen Spaß. Ansonsten habe ich mir ein paar Gedanken gemacht was ich 2013 alles erleben und erreichen will. Das wird auf jeden Fall spannend.
Fiesta in Salento
Jetzt bin ich grade in Salento. Ein kleines Dörfchen in der Kaffeezone Kolumbiens. In der ersten Januarwoche ist hier das jährliche Dorffest. Das ist echt ein Erlebnis. Das kleine Dorf wird total von einheimischen Touristen eingenommen, die bis frühmorgens auf den Straßen der Stadt tanzen. Musikgruppen spielen mitten auf der Straße und die Leute tanzen drum rum. Super coole Sache! Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, ich hoffe aber noch Bilder von ein paar anderen Backpackern zu bekommen, dann stelle ich die auch noch online.
Ansonsten ist die Hauptattraktion in Salento eine Kaffeeplantage auf der man sehen kann wie Kaffee gemacht wird sowie ein Hike durch das Valle de Cocora. Einzigartig hier sind die sogenannten Wachspalmen die einfach so in der Gegend rumstehen und bis zu 60m hoch werden können.
Alle Bilder von den verschiedenen Stationen in Kolumbien gibts hier:
https://www.dropbox.com/sh/ilqcc62fcfr2by4/lRwfT6_h0Y/S%C3%BCdamerika/Kolumbien




















