Dieses Mal das Video vom Ipanema Beach in Rio de Janeiro. Viel Spaß damit:
Archiv für den Monat Dezember 2012
In Rio de Janeiro,…
Rio de Janeiro ist irgendwie eine verrückte Stadt. Nach meinem Abstecher auf die Ilha Grande kam ich am frühen Nachmittag in Rio an und musste wie berichtet erstmal den Verlust meiner Sonnenbrille verkraften. Das ging allerdings ziemlich gut. Auch weil Nico mich in Rio besucht hat und mir gleich mal eine neue Sonnenbrille von daheim mitgebracht hat. Die ist zwar etwas mitgenommen, erfüllt aber ihren Zweck bis ich im Januar in den USA mir eine neue kaufe. Für das gleich Modell was mit geklaut wurde wollen sie hier ca. 150€ haben. Ich habe in Argentinien nur 80€ bezahlt und mehr will ich auch nicht ausgeben.
Aber zurück zu Rio. Die Stadt ist eine Mischung zwischen extrem relaxt und hektisch. Die Strände sind komplett voll mit Locals die entspannt am Strand liegen, Fußball spielen oder sonstwas machen. Währenddessen geht die Stadt im Verkehrschaos unter und man braucht 90min für 10km durch die Stadt. Mal von der Sache mit der Sonnenbrille abgesehen habe ich mich in Rio immer sehr sicher gefühlt. Egal ob am Strand oder im Bus. Einzig die Gegend um den Busbahnhof sollte man meiden 😉
Die ersten Tage habe ich gediegen am Strand verbracht, meistens mit Kristel und Joyce. Zwei Mädels die ich auf der Ilha Grande kennengelernt habe. Joyce war ein wenig verpeilt und so ging einige Zeit drauf sie zu suchen weil sie sich wieder einmal verlaufen hatte. Freitag Mittag kam dann Nico aus Sao Paulo vorbei. Zusammen haben wir die ganzen klassischen Touristendsachen gemacht. Zuckerhut, Christus der Erlöser, Ipanema und Copacabana Beach, Treppen von Lapa,…Sowohl vom Zuckerhut als auch von der Christus-Statue hat man beeindruckende Ausblicke auf Rio. Und die Sonnenuntergänge am Ipanema Strand werde ich auch vermissen.
- Ipanema Beach
- Ipanema Beach beim Sonnenuntergang
- Ich bin der König der Welt – auf dem Zuckerhut
- Nico und der Zuckerhut
- Der Zuckerhut
- Jesus Statue
- Copacabana vom Zuckerhut aus
- Treppen von Lapa
- Teatro Municipal
Beeindruckend wie Nico trotz nur 2h Schlaf in 2 Tagen mitgezogen hat. Das hat er echt drauf. Samstag Abend ist Nico dann bereits wieder nach Sao Paulo zurückgeflogen um sich zumindestens noch einen knappen Tag zu erholen bevor er wieder 11h arbeiten musste.
Alle Fotos aus Rio gibts hier.
Buzios
Nach dem anstrengenden Touristenprogramm habe ich mir nochmal eine 2-tägige Auszeit am Strand in Buzios, 2h nördlich von Rio gegönnt. Bissel am Strand liegen, surfen, lesen,…

Die Stadt ist durch eine gewisse Bardot (die älteren werden sich erinnern) bekannt geworden. Die hat Buzios als Zufluchtsort vor den Paparazzi genutzt. Daran erinnert noch der Bardot-Supermercado, Coiffeur Bardot und das Internetcafe Bardot.
Jetzt sitze ich grade im Bus zurück nach Rio. Morgen gehts dann über Bogotá nach Cartagena an der kolumbianischen Karibikküste. Für Sylvester habe ich auch schon ein Hostal gebucht. Da bin ich am Strand in Santa Marta. Ansonsten ist aber alles noch offen. Mehr Infos gibts dann wieder hier.
Paradiesisch
Ilha Grande liegt ca. 2 Busstunden und eine 90min Fähre von Rio entfernt. Am Wochenende ist es Fluchtort für die Bewohner Rios während unter der Woche sich die Backpacker von der Feierei am Wochenende in Rio erholen. Kein schlechtes Konzept!
Außer schönen Stränden und dem kristallblauen Meer gibt es auf der Ilha Grande eigentlich nichts. Was aber für mich durchaus ausreichende war. Die Insel ist autofrei und zu den schönsten Stränden musste ich 2,5h durch den tropischen Regenwald laufen. Inklusive kleiner Äffchen und einer riesigen aber ungiftigen giftgrünen Schlange.
Neben faul am Strand liegen und Caipirinhas trinken habe ich mich nochmal am Surfen versucht. Hat echt gut geklappt und riesig Spaß gemacht. Das werde ich in Kolumbien auch noch das ein oder andere Mal machen. Vielleicht schaffe ich es ja mal ein Foto von mir auf der Welle machen zu lassen, dann stelle ich das natürlich sofort hier rein.
Der Rückweg nach Rio war leider nicht ganz so cool und entspannt. Am Fernbusbahnhof angekommen musste ich zum lokalen Busbahnhof laufen. Vielleicht 50m aber überall lauern Ghettokinder die einen anschwätzen und anbetteln. Einer von denen ist mir hinterher gelaufen und wollte Wasser haben. Da ich schon von dem Trick gehört habe bin ich einfach weiter gelaufen. Es hat aber nix geholfen, ruckzuck war ich von 5 Kindern umzingelt und alle haben angefangen an meinen beiden Rucksäcken rumzugrapschen. Irgendwann hat einer von denen einfach meine Sonnenbrille vom Gesicht genommen und ist abgedampft. Wollte erst hinterherrennen, habs dann aber doch nicht gemacht. Super ärgerlich aber besser als wenn die mir alles weggenommen hätten. Und das hätten die bestimmt, wenn ich denen gefolgt wäre.
Bilder von der Ilha Grande gibt hier: Dropbox
Lange Busfahrten und Wassermassen.
Montag, 26.11., 14:15h bin ich dann in Buenos Aires in den Bus nach Iguazu gestiegen. Um euch mal zu zeigen wie das ist hier mal ein kleines Protokoll.
13:00h – Spaghetti kochen im Hostal
13:30h – Mist, mal wieder spät dran, ab zur UBahn!
13:58h – Shit, von der UBahn sind noch 3 Blocks bis zum Busbahnhof
14:06h – Zu welchem „Gleis“ muss ich eigentlich?
14:10h – Alles safe. Gepäck ist verstaut, jetzt schnell noch Kekse und Wasser kaufen
14:15h – Der Bus setzt schon zurück, macht aber gnädigerweise für mich nochmal die Tür auf.
14:20h – Boah, den Platz direkt am Klo erwischt. Nach 5min stinkts schon gewaltig. Sind ja zu Glück nur 18h.
14:30h – Es gibt Bonbons. Nicht gut aber gut gegen den Toilettengeruch
15:00h – Das Unterhaltungsprogramm beginnt. Jackie Chan zum ersten
15:30h – Das Klo wird gereiningt. Jetzt riecht es intensiv nach Blumenwiese.
15:42h – Die Kekse und M&Ms die für die Fahrt reichen sollten sind alle. Was soll man auch die ganze Zeit machen im Bus???
16:00h – Jackie Chan zum zweiten. Man muss ihn einfach mögen.
18:27h – Ich wache auf, anscheinend war ich eingeschlafen. Jackie Chan wurde inzwischen durch Jim Carrey ersetzt.
18:30h – Es gibt Schinken-Käse Croissants und einen Tee. Super Abendessen.
20:00h – Wir halten in irgendeiner Stadt auf dem Weg. Der Hunger treibt mich zum Empanada-Stand. 3 Empanadas, 2,50€ durchaus okay.
20:30h – Jetzt gibt es Abendessen, das hätte ich aber auch mal früher erfahren können.
22:00h – Um mich herum schläft alles. Ich versuche mein Buch zu lesen während im TV der praktischerweise direkt vor mir hängt irgendeine Musik- / Tanzromanze läuft. Natürlich mit Ton über den Lautsprecher.
23:30h – Zeit fürs Bett. Hoffentlich kann ich gut schlafen.
06:30h – Die Sonne geht auf im Norden Argentiniens. Und ich bin nur 3x aufgewacht zwischendurch. Rekordverdächtig!
08:00h – Mit nur einer stunde Verspätung kommen wir in Iguazu an. Es ist super heiß und schwül.
Iguazu Wasserfälle
Schnell das Gepäck in der „Guarderia“ abgegeben und ab gehts zu den Wasserfällen.
Die Iguazu Wasserfälle werden als eines der neuen 7 Weltwunder bezeichnet und das durchaus zurecht. Es gibt einige kurze Treks die man laufen lann und die einen an mehreren kleinen Wasserfällen vorbeiführen. Alles ist super grün und das Rauschen der Wasser ist ein ständiger Begleiter. Richtig aufregend wirds dann aber am Teufelsschlund, Garganta del diablo. Das ist der eigentliche Wasserfall. Beeindruckend welche Wassermassen sich da innerhalb kürzester Zeit nach unten stürzen. Über allem liegt ein ständiger Wassernebel und überall sieht man Regenbogen. Schwer mit Worten zu beschreiben. Aber ich habe ja ein paar Bilder gemacht und auch ein kleines Video von der Teufelsschlund.
Ich habe auch wieder ein kleines Video für meine nicht deutschsprachigen Freunde gemacht:
https://www.facebook.com/photo.php?v=209019505900998
Heute, 28.11., fliege ich dann nach Rio. Hier will ich zunächst ein paar Tage auf der Ilha Grande am Strand verbringen, bevor ich mir die Stadt anschaue. Und am 12.12. fliege ich dann weiter nach Kolumbien. Ich hoffe dass ich am Ende meiner Tage in Ilha Grande es schaffe einen Bericht zeitig online zu stellen. Man glaubt es kaum aber so ein Leben als Reisender ist unglaublich anstrengend und zeitintensiv.
Buenos Aires!
Nachdem mir jeder erzählt hat wie cool Buenos Aires ist, waren die Erwartungen natürlich dementsprechend hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Buenos Aires ist eine aufregende Stadt mit vielen unterschiedlichsten Stadtteilen. Boca mit seinen bunten Häusern und den Boca Juniors Grafitti überall, San Telmo mit einem riesigen Markt und angeblich ebenfalls bunten Häusern, die ich allerdings nicht entdeckt habe. Palermo mit seinen unzähligen Cafes und riesigen Parks, das Zentrum mit europäisch aussehenden Einkaufsstraßen, unglaublich breiten Straßen und und und. 1 Woche war fast zuwenig um alles zu sehen aber ich habe mir die größte Mühe gegeben.
Leider war ich ja die ersten zwei Tage noch ziemlich mit meinem dicken Fuß (nach meinen Kletterversuchen in El Chalten) eingeschränkt. Also habe ich die meiste Zeit vergammelt. Dienstag Abend wollte ich dann losziehen um in meinen Geburtstag reinzufeiern. Leider war zumindestens in meinem Stadtteil nicht viel los und mein erstes Hostel war auch ziemlich lahm und nur mit 4 Dauergästen belegt, die am nächsten Morgen arbeiten mussten.
An meinem Geburtstag habe ich mir dann zuerst mal ein neues Hostel gesucht und habe mich auf den Weg in die Stadt gemacht. Abends war ich dann mit Florence und 15 anderen Leuten aus ihrem Hostel (was echt cool war) beim Fußballländerspiel. Argentinien – Brasilien im Bombonero, dem Stadion von Boca Juniors. Auch wenn das Stadion nicht ausverkauft war, war die Stimmung hervorragend. Insbesondere nach dem späten Tor zum 2:1 für Argentinien in der 90. Minute. Leider hatte Brasilien das Hinspiel mit 2:1 gewonnen, so dass der Superclasico de America im Elfmeterschießen an Brasilien ging. Hat aber wirklich Spaß gemacht und man kann sich nur ausmalen was da abgehen muss wenn Boca Juniors gegen River Plate spielt. Am Sonntag hätte ich noch zu Boca – Racing gehen können aber die Tour zum Spiel (ohne Tour ist es angeblich zu gefährlich da hin zu gehen) hätten um die 100€ gekostet. Das war mir dann doch zuviel.
Die nächsten Tage habe ich viel mit der Gruppe aus dem Kilca-Hostal verbracht. Geburtstags- / Abschiedsfeier von einem der dort gearbeitet hat, Marktbesuch in San Telmo,…
Nach 7 Tagen Buenos Aires gings dann am Montag mittag mit dem Bus nach Iguazu. Schlappe 18h Busfahrt. Muss man mögen. Bericht von der Busfahrt und Iguazu folgt.



















































