Von Cordoba nach Valparaiso

Kurzes Update und ein paar Bilder aus Cordoba, Mendoza und Valparaiso

Die Schmach von Cordoba
Cordoba war wieder einmal eine „nette“ Stadt. Nichts weltbewegendes aber viele alte Kolonialgebäude, alle sehr entspannt und auch das Hostal war sehr entspannt mit coolen Leuten. Leider habe ich meine Gewürzsammlung dort vergessen (das schmerzt sehr!!). VOn daher ein leicht negativer Eindruck. Das Stadion habe ich mir aus naheliegenden Gründen nicht angeschaut.

Von Cordoba aus habe ich einen Tagesausflug nach Alta Gracia gemacht. Dem Ort, in dem Che Guevara aufgewachsen ist, was mit einem kleinen Museum gewürdigt wird. Erst waren mir 15€ Eintritt zuviel, als die netten Damen mich dann als Student für 8€ durchgewunken haben, bin ich dann doch rein. Und ich habe es nicht bereut. Super interessant das ganze Leben von Che Guevara zu sehen. Besonders inspirierend waren die Briefe, die Che an bspw. Fidel Castro oder seiner Familie geschrieben hat. Voller Leidenschaft und dem absoluten Willen für die Unterdrückten zu kämpfen. Sehr beeindrucken. Schön waren auch ein paar Bilder aus dem Familienalbum. Man kennt Che ja eigentlich immer nur in Kampfuniform.

Weintour in Mendoza
In Mendoza kann man eigentlich außer weintrinken, Steak essen und im Park abhängen nicht viel machen. Was ich dann natürlich auch gemacht habe. Eine Bike- / Weintour durch die verschiedenen Weingüter (selbstverständlich mit Verköstigung!!). Abends dann erst all you can eat Grillbüffett und dann noch bis 5h morgens feiern. Um 5h fängt zwar hier die Party eigentlich erst an, ich war aber vom vielen Wein bereits so geschädigt, dass ich dann nach Hause bin. Und den nächsten Tag dann abhängen im (zugegebenermaßen sehr schönen) Park. Auch Mendoza ist eine sehr schöne Stadt mit breiten Alleen.

Und dann am nächsten Morgen mit dem Bus über die Anden. Super Landschaft, sehr schön anzusehen.

Valparaiso
Valparaiso ist eine weitere sehr schöne Stadt. Direkt am Meer gelegen und trotzdem ziemlich hügelig. Der deutsche Einfluss ist doch ziemlich deutlich zu erkennen (unter anderem an den Feuerwehrautos). Mit vielen kleinen Seilbahnen um den faulen Chilenen das Treppensteigen zu ersparen. Jetzt gehts gleich weiter nach Santiago. Das ist dann erstmal die letzte Stadt (Ich habe jetzt grade echt genug von Städten). Danach gehts ab in die Natur. Trekking in Puerto Varas (Chile), Bariloche (Arg), El Chalten (Arg) und Torres del Paine (Chile). Und dann ans Ende der Welt. Aber dazu später mehr.

Hier gibts weitere Bilder:
– Cordoba
– Alta Gracia
– Mendoza
– Andenüberquerung
– Valparaiso

Länderhopping deluxe

Mit einem kurzen Abstecher nach Chile bin ich inzwischen in Argentinien gelandet. Genauer gesagt in Cafayate. Zunächst gings aber mal von La Paz nach Uyuni, dem Ausgangspunkt für die Salzwüstentour.

Unendliche Weiten in der Salzwüste
3 Tage Salzwüste „Salar de Uyuni“. Mit dabei waren drei Irinnen, ein Australier, ein Ösi und unser bolivianischer Führer Diego. Diego war allerdings sehr wortkarg. Außer „okay amigos“ ist mir nix in Erinnerung geblieben. Krass wieviele unterschiedliche Landschaften, Sehenwürdigkeiten man in kürzester Zeit und auf engstem Raum erleben kann. Der Trip war auf jeden Fall was besonderes, ein Highlight der Reise bisher. Ein Zugfriedhof, eine überirdische Koralleninsel,, die scheinbar unendlichen Weiten der Salzwüste, Geysire, verschiedenfarbige Lagunen, etliche Vulkane, witzige Tiere, Sandgesteinwelten,… Hier mal ein paar Bilder. Mehr gibts hier: Dropbox – Salt Flats Tour.

San Pedro de Atacama und Luna Valley
Am dritten Tag sind wir dann in San Pedro de Atacama, Chile angekommen. Unglaublich wie viel weiter entwickelt Chile gegenüber Bolivien ist. Wäre es nicht super warm gewesen und die Sonne hätte nicht geschienen, hätte man fast meinen können man wäre in Deutschland. Nothaltebuchten für LKWs, Geteerte Straßen,… Krasses Kontrastprogramm zu Bolivien.

In San Pedro haben wir (die drei Irinnen und ich) ziemlich gechillt. Witzig ist, dass in San Pedro nach 1h nur in Bars / Clubs gefeiert werden darf, die von Bewohner San Pedros betrieben werden. So ging um 1h plötzlich die Musik aus und alle mussten sich an die Tische setzen. Minuten später kam dann die Polizei rein um zu schauen ob denn in der Bar gediegen gegessen oder vielleicht doch gefeiert wird. Obwohl wir unser bestes gegeben hatten gesittet auszusehen wurde der Laden für den Abend dicht gemacht.
Eine super Tour haben wir noch per Fahrrad gemacht. Valle de la Luna war wirklich einen Ausflug wert. Auch wenn die Bikes eher mittelmäßig waren und nicht wirklich vertrauenserweckend hatten wir doch einen Heidenspaß. Biken, durch Höhlen krabbeln, kleines Picknick und dann wieder bergab nach San Pedro de Atacama. Sehr cool.

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Weiter nach Argentinien
Das dritte Land in 3 Tagen. So wird der Reisepass ruckzuck voll. Nach 10h Fahrt sind wir gegen Abend in Salta angekommen. Nachtbus wäre mir zwar eigentlich lieber gewesen aber so konnten wir uns die wunderschöne Landschaft im Nordwesten Argentiniens anschauen. Auch nicht schlecht.
Salta könnte auch wirklich in Europa liegen. Dort habe ich mich zunächst mal im riesigen Supermarkt mit allem eingedeckt, was ich die letzte Zeit nicht wirklich hatte. Schokolade, Eiscreme, lecker Gemüse,… Eine neue Sonnenbrille habe ich mir auch noch zugelegt.

Sonst gibts in Salta nicht so sonderlich viel zu tun. Die Stadt ist zwar sehr nett und schön, aber nicht besonders aufregend. Von daher gleich am zweiten Tag mit dem Mietwagen weiter nach Cafayate.

Cafayate
Der Weg von Salta nach Cafayate gilt als die schönste Route in Südamerika. Und es war wirklich atemberaubend. Alle 2min will man am liebsten Anhalten und sich die Gegend anschauen. Einen kleinen Abstecher nach Deutschland haben wir auch gemacht. Lag sozusagen auf dem Weg. Hier ein paar Bilder:

Cafayate selbst ist das Weinzentrum im Nordwesten Argentiniens. Dementsprechend haben wir erstmal eine kleine Weinprobe veranstaltet. In 5 Bodegas haben wir uns verköstigen lassen. Abschließend dann noch in eine Käsefabrik. So saßen wir dann im Garten mit einer Flasche Wein und lecker Käse. Einfach nur gut. Mein Highlight war noch, dass ich einem schmierigen Touristenabzocker meine alte schäbige Sonnenbrille, die ich für 10€ in Arequipa gekauft hatte noch für knapp 20€ vertickt habe. „Na klar ist die Original. Die habe ich in London gekauft“. Ich glaube das ist das erst mal, dass ich die verarscht habe.

Über Tafi de Valle bin ich nun in Tucuman gelandet. Heute werde ich mir die Stadt hier anschauen und heute Nacht gehts dann mit dem Bus weiter nach Cordoba. Da bin ich schon mal sehr gespannt drauf. Habe viele gute Sachen über Cordoba gehört.

Wasserspiele und Klettergerüst für Erwachsene

Zwei Wochen sind inzwischen schon wieder vergangen seit dem letzten Update. Nach meinem Ausflug auf den Chachani war ich noch eine weitere Woche in Arequipa. Super nettes Hotel mit netten Leuten. Hat echt Spaß gemacht.

Rafting in Arequipa
Am letzten Tag in Arequipa war ich dann mit Sasha, einem Mädel aus Australien, auf dem Rio Chili raften. Stromschnellen bis zur Kategorie 4 von 6 waren dabei (Wikipedia sagt: „Grade 4: Whitewater, medium waves, maybe rocks, maybe a considerable drop, sharp maneuvers may be needed. (Skill level: whitewater experience)“. Das war schon ganz witzig.

Kapitän Jonas und Adjutant Sasha (vorne links)

Und da wir alle 4 im Boot natürlich keine „whitewater experience“ hatten, sind wir direkt bei der ersten Kategorie 4 Stromschnelle gekentert. Natürlich stand der Tourfotograf zufällig genau an der Stelle und konnte alles festhalten:

Auch wenn die Minuten danach doch ein wenig aufregend waren, hat die Tour einen Riesenspaß gemacht.
Alle Bilder vom Rafting gibts hier: Dropbox – Rafting in Arequipa

Normal abseilen kann ja jeder:
Mit dem Gesicht nach unten ein Gebäude runterlaufen ist da schon ein bißchen schwieriger und aufregender. Urban Rush heißt das ganze hier in La Paz. Überraschenderweise sehr gut abgesichert steigt man aus dem Fenster im 17. Stock des 5-Sterne Hotels „Presidente“ in La Paz. Adrenalin pur. Mit Abstand der aufregendste Moment ist wenn man auf der Schwelle steht und sich immer weiter nach vorne lehnt. Unter mir die Stadt und 50m Hauswand. Und das ganze natürlich stilecht im Batman-Kostüm!

Stilecht im Batman-Kostüm!

Krönender Abschluss ist ein Free Fall die letzten 20m. Hände vom Seil und einfach fallen lassen!

Jonas im freien Fall

Alle Bilder vom Abseiling gibt hier: Dropbox – Abseiling in La Paz

Gestern war ich dann noch biken auf der gefährlichsten Straße der Welt. Ca. 3m breite Schotterwege und links gehts mehrere hundert Meter die Klippen runter. Bericht und Fotos folgen. Muss erst noch die DVD in der Agentur abholen.

Heute Nacht gehts dann weiter nach Uyuni in die Salzwüste.