Trekking in Peru! Santa Cruz Trail

So, nachdem ich ja die Tage schon die Bilder hochgeladen habe, hier ein kleiner Bericht vom Santa Cruz Trail. 120$ haben wir gelöhnt für das Vergnügen und es war jeden Cent wert. Das ganze war eine 4 Tages- / 3 Nächte-Tour.

1. Tag:
Zunächst sind wir (Sandra, Gitti, ich und 4 andere) mit dem Bus von Huaraz aufgebrochen. Auf dem Weg kurz gefrühstückt (ca. 3€, WUCHER!), dann gings den Berg hoch. Achterbahnfahren ist ein Witz gegen den bestenfalls Feldweg. Aber na gut, das gehört zum Abenteuer wohl dazu. 2 Stunden später (angekündigt waren 5h): Ankunft in Cashapampa (2973m). Das Gepäck schnell auf den Esel geschmissen und los gings. Der erste Tag hatte es bereits in sich. „we will walk for 3 hours to the camping site. It’s flat“. 5 Stunden, 800 Höhenmeter und ca. 10km später waren wir endlich im Camp auf Das B Die nicht ganz exakten Zeit und Distanzangaben sollten uns in den nächsten Tage noch viel Freude bereiten. Aber schöne, unbefestigte Wege und super Aussichten haben es aber erträglich gemacht. Die Zelte waren auch schon aufgebaut und Teewasser auch schon gekocht. Abends dann noch richtig leckeres Essen und dann ab ins weder sonderlich bequeme noch warme Zelt. Bilanz: 5h, 10km und ca. 800m hoch.

2. Tag:
Weckzeit 5:30h. Ausschlafen ist was anderes, allerdings wars eh saukalt und unbequem. Da kann man auch mal früher aufstehen. Zur nächsten Station gings weiter bergauf. Nach extrem anstregenden 5h waren wir noch 2,5km vom Camp entfernt. Hier hatte ich nun die Wahl. Einen kleinen Umweg zu einem See und dann ins Camp oder direkt ins Camp. Eigentlich wollte ich mich auf den direkten Weg ins Camp machen, habe mich aber dann vom Guide überzeugen lassen, doch noch zum See zu gehen. „It’s only 2,5km and from the Lake it’s very close. 3km, not more. Only flat flat!“. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Der Weg zu den Seen hat ca. 2h gedauert und eigentlich ging es nur bergauf. Nochmal 2-300 Höhenmeter zusätzlich. Und der Rückweg dauerte ebenfalls nochmal 2h. Zwischendurch sollten es noch 30min sein, die sich dann aber als 90min herausstellten. Angepisst und total im Sack waren wir dann nach insgesamt 9h Trekking dann endlich im Camp auf 4200m Höhe. Tee, Essen, Schlafen.
Bilanz: 9h, 15km und ca. 800m hoch, 300m runter.

Und das hier ist angeblich der Berg aus dem „Paramount Pictures“ Vorspann:

3. Tag:
Obligatorisches Aufwecken um 5:30h, Sachen packen, frühstücken, Zähne putzen, losgehen. Der höchste Punkt stand auf dem Programm. Punta Union – 4750m. Die ersten 4h gings nur bergauf. Hinter jeder Kuppe hoffte ich den höchsten Punkt zu erreichen, aber nix da. Noch eine Kuppe, noch eine Kuppe, und so weiter. Dann endlich der erlösende Anblick. Schnell ein paar Fotos gemacht, kurz Luft geholt und runter gings. 1000m bis zum Camp auf 3700m. Auch hier haben sich die letzten 1-2h wieder ewig hingezogen. Bilanz: 8h, 13km und ca. 500m hoch, 1000m runter.

4. Tag:
Da wir um 13h vom Bus abgeholt werden sollte und nur ca. 7km mehr oder weniger flaches Gebiet anstand (dieses Mal wirklich!) war ausschlafen angesagt. Nachdem ich aber bereit um 20h oder so geschlafen habe (alle anderen übrigens auch) war ich auch am 4. Tag wieder super früh wach und habe mir den Sonnenaufgang angeschaut. Die 7km Weg waren mehr oder weniger easy.

Weniger lustig wars für unseren Guide. Mit unserem Bus kam eine neue Gruppe an. Allerdings ohne Guide, so dass unser Guide gleich nochmal los musste. Weitere 4 Tage ohne Dusche. YamYam! Die 5h Busfahrt (dieses mal wirklich 5h) hatten noch das ein oder andere Highlight zu bieten. Vom Endpunkt in ca. 3900m fuhren wir erstmal noch ca. 90min bergauf um dann die nächsten 4h bergab zu fahren. Super schmale Straßen, an den Seiten gehts mehrere hundert Meter bergab. Leitplanken und ähnliche Vorrichtungen gibts natürlich nicht. Dazu ein einmaliges Panorama. Leider kommt das auf den Bildern nicht so wirklich gut raus. Aber es war der Hammer.

Alles in allem super anstrengend aber auch richtig, richtig cool. Der nächste Trek steht auch schon an. Es geht per Salkantay Trek innerhalb von 5 Tagen von Cuzco nach Machu Picchu. Insgesamt 60km und ähnliche Höhenmeter wie der Santa Cruz Trail. Ich freu mich schon!

Alle Bilder vom Trekking gibts hier

In Peru, in Peru in den Anden

Long time no see. Viel passiert / erlebt in den letzten knapp 2 Wochen. Nach dem sensationellen Whale Watching bin ich über Guayaquil und Cuenca nach Peru rüber gefahren. Dort zunächst in die Partyhochburg Máncora, dann weiter mit zwei Nachtbussen nach Huaraz (mit einem kleinen Zwischenstopp in Trujillo). Aber der Reihe nach.

Guayaqui – größte Stadt Ecuadors

In Guayaquil hatte ich mit Elise meinen persönlichen Tourguide. Elise hatte ich in Canoa kennengelernt und sie hat mir zunächst 2 Tage lang die Stadt gezeigt, bevor wir dann für ein paar Tage nach Cuenca weiter gezogen sind.
Guayaquil ist nicht sonderlich schön oder berauschend. Ein paar schöne Gebäude, eine rundum renovierte Strandpromenade und ein nett anzusehendes Künstlerviertel. Hier mal ein paar Bilder.

Fazit: Nett aber nicht unbedingt einen weiteren Besuch wert. Trotzdem gibt es alle Bilder aus Guayaquil auf dropbox.

Kolonialstadt Cuenca

Im Vergleich zu Guayaquil war Cuenca eine wahre Augenweise. Super viele enge Gassen, schöne Häuser, unendlich viele Kirchen und und und. Von Cuenca aus sind wir dann auch noch nach Ingapirca gefahren, um uns die dortigen Inkaruinen anzuschauen. Auch sehr nett. Von Cuenca aus ist Elise wieder nach Guayaquil gefahren

Alle Bilder aus Cuenca (wirklich cool!) gibts hier

Partytown Máncora

Von Cuenca gings mit dem Bus (wie auch sonst) nach Peru. Witzige Fahrt mit traumhafter Kulisse, waghalsigen Überholmanövern, ätzendem Grenzübergang und einem Premiumplatz direkt neben der Bustoilette.


4 Tage habe ich insgesamt im Hostel Loki in Máncora verbracht und dabei Vollgas gegeben. Durchgehend gefeiert, gesoffen und Tischtennis gespielt. Nebenbei noch beide „Loki-Olympics“ gewonnen. Super anstrengend aber auch super witzig. Im Hostel habe ich auch zwei Mädels aus Österreich (Brigitte) und Holland (Sandra) getroffen, mit denen ich dann auch jetzt noch unterwegs bin. Bilder gibt es aus verständlichen Gründen hier nur eins vom Sonnenuntergang 🙂

Trujillo – Zwischenstopp auf dem Weg in die Berge
Mit dem Nachtbus aus Máncora sind wir dann so gegen 7h in Trujillo angekommen. Dort haben wir dann nach kurzer Diskussion beschlossen direkt mit dem Nachtbus weiter nach Huaraz zu fahren. Also Gepäck im Busbahnhof abgegeben und mit dem Taxi die historischen Stätte in dem Gebiet abgefahren. Nachdem der Taxifahrer keinen Plan hatte wo die Stätte „Huaca del Sol“ ist, hätten wir wissen sollen, dass es nicht so spektakulär ist. Oder mir fehlt einfach der kulturelle Blick. Wahrscheinlich ist es sehr ähnlich zu den Pyramiden in Ägypten. Millionen kleiner Steine zu einem großen Hügel aufgebaut wurden und im Laufe der Zeit von Sand überzogen sind.

Die zweite Stätte „Chan-Chan“ war aber schon ziemlich beeindruckend. Da hatte ich dann auch plötzlich wieder meinen kulturellen Blick:

Wahrscheinlich erkennt man nicht so viel auf den Bildern. Dem interessiertem Leser wird daher zur vertiefenden Behandlung auf die beiden entsprechenden Wikipedia-Artikel verwiesen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Chan_Chan
http://en.wikipedia.org/wiki/Huaca_del_Sol

Und jetzt gehts in die Berge!!!
Seit zwei Tagen sind wir nun in Huaraz. Huaraz ist der Ausgangspunkt für einen ganzen Haufen wunderbarer Trails. Samstag werden wir einen Tagestrail machen, „Lake69“, bevor es dann am Montag wahrscheinlich auf den 4-5 Tagestrail „Santa Cruz“ geht. Bin schon sehr gespannt.

Whale watching in Puerto Lopez

Nachdem ich mein Hostal räumen musste (ich berichtete) bin ich am Donnerstag nach Puerto Lopez gefahren. Für die knapp 200km musste ich 3x umsteigen und war insgesamt ca. 7h unterwegs. Ständig steigen irgendwo fliegende Händler ein, die einem vom Zaubertrank über Hühnersuppe bis hin zu Zahnbürsten jeden Mist verkaufen wollen. Das war an sich schon ein Abenteuer. Was dann aber kam war der Hammer.

Galapagos für Arme:
In Puerto Lopez habe ich eine Tour zur Isla de la Plata (auch „poor mans Galapagos“ genannt) gebucht.

Das war der absolute Hammer. Hier kommen auch jedes Jahr die Buckelwale vorbei um ihren Nachwuchs großzuziehen.

Wir hatten das Glück eine Mutter und ihr Junges beim Springen zu sehen. Super cool. Warum die Buckelwale aus dem Wasser springen weiß keiner wirklich. Es sieht aber auf jeden Fall hammermäßig aus.

 

Wahrscheinlich sind die Bilder an sich nicht so wirklich beeindruckend aber in „echt“ war das mit das faszinierendste was ich bisher gesehen habe.

Auf der Insel an sich gibt es dann nicht mehr so viel spektakuläres zu sehen. Hauptsächlich Blaufußtölpel, Rotfußtölpel und Aaßgeier mit Nachwuchs:

 
Weitere Fotos vom Whale watching und der Isla de la Plata

Morgen fahre ich dann weiter nach Cuenca und von dort dann in Richtung Peru.

Sonne, Strand, Surfen

Hola aus Canoa! Wo die Sonne immer scheint, das Wasser angenehme 28Grad hat und die Mädels leicht bekleidet am Strand flanieren. Okay, 2 von 3 Sachen waren gelogen. Die Sonne scheint sogar sehr selten und das Wasser ist zwar warm, hat aber vielleicht nur 25Grad.

Alle Fotos gibts wie immer auf hier: dropbox

Die letzte Woche habe ich mit viel chillen und Sport verbracht. Nach den 3 Wochen im doch ziemlich dreckigen Quito war ich fast jeden Morgen hier am Strand joggen. Herrlich! Surfunterricht habe ich hier auch genommen und nach 5h klappt es schon ziemlich gut. Auf dem Board stehen und geradeaus fahren klappt also schonmal ohne fremde Hilfe. Schwierig ist noch den richtigen Zeitpunkt bei den Wellen zu erwischen aber auch da bin ich zuversichtlich.

Spanisch habe ich die Tage ziemlich vernachlässigt. Allerdings reicht es aktuell schon um die wichtigsten Sachen zu sagen und ich denke der Rest kommt nach und nach.

Hier im Hostel hatte ich auch noch eine coole Gruppe Südamerikaner aus Quito kennengelernt mit denen ich dann ein wenig durch die Gegend gezogen bin. Waren unter anderem an einem total verlassenen Strand in der Nähe von Jama und danach auf einer Geburtstagfeier. Super cool. Leider wurde ich ziemlich zerstochen. Alleine an meinen Füßen habe ich ca. 20 Stiche. Und mein Rücken sieht noch schlimmer aus (aber da ists mit dem zählen schwieriger 🙂 )

Nächstes Wochenende ist langes Wochenende und mein Hostel versucht mit rechtzeitig zum Wochenende loszuwerden um das Vierbettzimmer welches ich alleine bewohne gewinnbringend los zu werden. Ich werde also am Donnerstag weiter ziehen, wahrscheinlich nach Puerto Lopez zum Whale Watching. Ich halte euch auf dem laufenden.

Hier noch ein Blick von meinem Zimmer aus auf Hängematte, Guacamole und das Meer. Was braucht man mehr??